Bedenken

Der Wunsch einen Hund zu halten ist eine Sache. Die Ver­ant­wor­tung für ein Tier zu über­nehmen eine an­dere. Und ein ganz an­deres Ka­liber ist die Ver­ant­wor­tung für einen Flat Coated Re­triever zu über­nehmen. Ein Flat ist ein ak­tiver, sen­si­bler und in­tel­li­genter Hund. Er will be­schäf­tigt und ge­for­dert werden, braucht viel Aus­lauf und Zu­wen­dung. All das sind wir be­reit ihm zu geben, aber es gibt auch einen Haken an der Sache. Ich bin de­pressiv. In guten Phasen sehe ich keine Pro­bleme für den Hund und mich, doch was ist, wenn es mir schlecht geht? Ein Hund wirkt in jedem Fall an­ti­de­pressiv, aber ist es fair, sich ein Tier an­zu­schaffen, wenn man weiß, dass man krank ist? Na­tür­lich gibt es eine Menge Vor­teile, ein Hund ver­langt Ver­ant­wor­tung. Über­nehme ich diese Ver­ant­wor­tung kann ich mich auch in tiefster De­pres­sion nicht „ein­fach“ aus dem Leben stehlen. Ein Hund zwingt mich zu einer Ta­gestruktur. Er ver­mit­telt Freude und be­din­gungs­lose Zu­nei­gung. Doch darf ich ihm meine Krank­heit zu­muten? Ist es nicht zu ego­is­tisch mit einem sol­chen Hin­ter­grund einen Hund zu halten? Diese Fragen muss ich klären, denn ich möchte auch nach dem Einzug des Hundes in den Spiegel sehen können.

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