Archive for Familie

Pfostenschau, eine Bilanz

Puh, das war viel­leicht ein Wo­chen­ende. Es ist un­glaub­lich wie an­stren­gend so eine Pfos­ten­schau sein kann. 39 Hunde der Rassen Golden, La­brador und Flat Coated Re­triever traten an, um die Schönsten der Schönen im Testring zu küren. Das Wetter konnte sich an­fangs nicht so richtig ent­scheiden, wech­selte aber später zu­gunsten von Or­ga­ni­sa­toren und Teil­nehmer auf Sonnenschein.

Jeder der Hunde wurde aus­giebig be­gut­achtet und be­ur­teilt. Und fo­to­gra­fiert. Das war das Schlimmste an der Aus­stel­lung, habe ich es doch jah­re­lang (um genau zu sein, seit meiner Chemo– und Cor­ti­son­the­rapie vor vielen Jahren) ver­mieden, mich von Fremden fo­to­gra­fieren zu lassen. Nun konnte ich mich aber nicht wehren und wurde ab­ge­lichtet und wer weiß, wo nun die un­vor­teil­haf­testen Fotos von mir überall im Netz auf­tau­chen. Ich glaube, ich will es lieber gar nicht erst wissen.

Tat­säch­lich war aber auch die Aus­stel­lung nichts für mich. Letzt­end­lich ist es doch so, dass man 20 € dafür aus­gibt, dass der ei­gene und somit tollste, schönste und per­fek­teste Hund aller Zeiten kri­ti­siert wird und, so habe ich es per­sön­lich emp­funden und spreche na­tür­lich nur für mich und *nie­manden* an­ders(!), im Ring „zum Affen macht“. Es war schreck­lich. Auf ge­fühlten 100 Fotos sehe ich wahr­schein­lich aus, wie, ach, ich will lieber gar nicht dar­über nach­denken, wie ich aussehe…

Snoopy je­den­falls sah toll aus und hat den dritten Platz (von 4) ge­macht und ein „sehr gut“ (kurz SG3) er­halten. Karin hat mit Amely in ihrer Klassen einen tollen ersten Platz ge­macht (vor­züg­lich, ab­ge­kürzt V1) und auch Darcy hat einen dritten Platz (V3) abgeräumt.

Um einen Ver­gleich zu er­halten, zi­tiere ich ein­fach mal Wi­ki­pedia zu diesem Thema:

Form­werte

Zur Be­ur­tei­lung der Hunde an­hand des Ras­se­stan­dards ver­fasst der Richter für jeden aus­ge­stellten Hund eine schrift­liche Kritik, die dessen Stärken und Schwä­chen be­schreibt und die auch die Form­wert­note beinhaltet.

Als Form­wert­noten sind möglich:

  • Vor­züg­lich – für Hunde, die in hohem Maße dem Stan­dard entsprechen
  • Sehr gut – für Hunde mit ei­nigen klei­neren Fehlern
  • Gut – für Hunde mit grö­ßeren Fehlern
  • Ge­nü­gend – für dem Ras­setyp ent­spre­chende Hunde, die we­sent­liche Mängel aufweisen
  • Dis­qua­li­fi­ziert – für nicht dem Ras­setyp ent­spre­chende Hunde, ag­gres­sive Hunde, Hunde mit be­stimmten erb­li­chen Feh­lern und Hunde mit dis­qua­li­fi­zie­renden Merk­malen gemäß dem je­wei­ligen Rassestandard
  • Ohne Be­wer­tung – für Hunde, die auf­grund ihres Ver­hal­tens oder an­derer Um­stände nicht ge­richtet werden können“

Dass Snoopy mit seinem, wie es der Tier­arzt so char­mant nennt, „Wat­schel­gang“ eine so gute Be­wer­tung und eine gelbe Schleife ab­stauben konnte, ist schon toll und das, ob­wohl wir uns (ok, die Schuld liegt bei mir) un­mög­lich prä­sen­tiert haben (ich sage nur, einmal und nie wieder!). Aber lest selbst:

Für sein Alter gut ent­wi­ckelter Jungrüde, vor­züg­liche Fellan­lage, etwas leich­terer Rü­den­kopf, gut an­ge­setzte dunkle Augen, kor­rekt an­ge­setzte Be­hänge, schöne Kopf­hal­tung, fester Rü­cken, lang auf­ge­rippter Brust­korb, Vor­brust muss sich noch weiter ent­wi­ckeln, etwas kurzer Oberarm, Be­we­gungen nicht ganz gleichmäßig.“

Ich habe mich sehr ge­freut, Ca­ro­line und Jenny zu treffen, sowie Cuddy und ihren Nach­wuchs, der zum Teil auf der Aus­stel­lung ver­treten war. Cuddy hat neben einem ersten Platz in ihrer Klasse auch noch die Aus­zeich­nungen „Beste Hündin“ und  „Best Flat Coated Re­triever“ , (Best of Breed, BOB) er­halten. Alles in allem war es ein er­folg­rei­cher Nach­mittag, was mich aber nicht davon ab­halten wird, meine Aus­stel­lungs­kar­riere mit diesem Event zu be­enden. Snoopy darf na­tür­lich auch gerne wei­terhin aus­ge­stellt werden, bloß nicht mit mir. :) Achja, was habe ich außer einem total er­le­digtem Hund, einer guten Be­wer­tung und einer gelben Schleife noch von der Pfos­ten­schau mit­ge­nommen? 38 Mü­cken­stiche! Kein Kommentar!

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Was ich auf keinen Fall ver­säumen möchte ist, der freund­li­chen jungen Frau, die Cuddy und ihren Sohn Dean prä­sen­tiert hat, zu danken, die mich wirk­lich sehr lieb be­ru­higt und mir Mut ge­macht hat. Das war groß­artig und hat mir sehr ge­holfen und das, wo wir doch ge­meinsam im Ring standen.

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Hundegeburtstag

IMG_4000Schön war er, der Hun­de­ge­burtstag, der drei gar nicht mehr so kleinen Ge­schwister. Nachdem Snoopy mit­tags be­reits seine Ge­schenke, einen Bas­ket­ball (jaaa, der geht nicht ins Hun­de­maul, genau!), einen Waschbär, eine pe­trolfar­bene Moxon­leine und eine rie­sige Rin­der­kopf­haut­stange aus­ge­packt hatte, konnte es los­gehen. Am Nach­mittag sind wir zu fünft nach Bur­scheid ge­fahren, um das Er­eignis zu feiern. Zu­sammen mit Karin und Afras Frau­chen sind wir vier, Afra, Amely, Darcy und Snoopy ins Grüne an einen kleinen Fluß ge­fahren und konnten dort aus­giebig plant­schen. Das Wetter war ziem­lich warm und Zwei– und Vier­beiner hatten viel Spaß. Karin hatte ein paar Hun­de­spiele vor­be­reitet und die schwarzen und das braune Monster auf die Probe ge­stellt. Snoopy hat ein­drucks­voll ge­zeigt, wozu ein Rüpel alles in der Lage ist (näm­lich zu ver­su­chen seinen Kopf durch­zu­setzen). Warum sollte man sich durch eine Gasse aus Le­cker­chen erst ab­rufen lassen, um dann die Le­cker­chen zu ge­nießen, wenn man diese auch so­fort haben kann? Warum sollte ein statt­li­cher Rüde ein rohes Ei ap­por­tieren können, wenn er viel besser damit Fuß­ball spielen kann? Nein, ein Snoopy ent­scheidet lieber selbst, wann er welche Le­cker­chen isst oder was er mit Eiern an­fängt. Es war aber auch auf­re­gend mit seinen Schwes­tern und der Mama, also hat er sein Ge­hirn im Auto ge­lassen und aus­ge­lassen den Hun­de­ge­burtstag be­gangen und war ganz und gar nicht der Mei­nung, dass ein Hund an *seinem* Eh­rentag hören sollte.

Als es daran ging, sein Ge­burts­tageis zu essen — ein Bäll­chen Scho­ko­lade — war er wieder ganz er selbst, ein ver­fres­sener Flat. Dreimal wurde ge­leckt, dann die Eis­kugel in voller Größe her­un­ter­ge­schluckt. Da­nach leckte er sich aus­giebig die Lippen und tat so, als hätte er auch nur ir­gend­etwas schme­cken können. Wenn es nicht Tra­di­tion wäre, Hun­de­ge­burts­tage mit einer Kugel Scho­koeis zu be­gehen, würde ich ihn nächstes Jahr ein­fach mit einem Eis­würfel ab­speisen. Nach dem Eis gab es noch Ge­schenke, ein 500 g-Dummy in Bänd­chen­farbe, also in blau für Snoopy, mit seinem Namen darauf. Das war wirk­lich eine schöne Überraschung.

Am Ende des Tages wurde noch ein Fa­mi­li­en­foto ge­macht und die drei Ge­schwister gingen wieder ge­trennter Wege.

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Happy Birthday, Snoopy

Snoopy (07.06.2013)

Snoopy (07.06.2013)

Heute wird un­sere „kleine Maus“ 1 Jahr alt. Wenn das kein Grund zu feiern ist. Seit diesem Tag vor einem Jahr hat er uns, auch wenn wir ihn die ersten 8 Wo­chen ja nicht jeden Tag sehen konnten, jeden ein­zelnen Tag glück­lich ge­macht und zum Lä­cheln ge­bracht.
Heute Nach­mittag fahren wir zum Fa­mi­li­en­treffen, wo die drei A-chen, Hündin rot, Hündin rosa und Rüde blau aus­giebig mit­ein­ander spielen können. Dann gibt es auch si­cher wieder Fotos.
Jetzt be­schränke ich mich erstmal auf ein paar tech­ni­sche Daten:

Name: Ama­zing Dream of Kotten Fo­rest (Snoopy)
Alter: 1 Jahr
Größe: ca. 65 cm
Ge­wicht: 25,7 kg
Brust­um­fang: 72 cm
Hals­um­fang: 42 cm
Be­son­dere Kenn­zei­chen: rundum perfekt!

Was soll ich noch mehr schreiben, auch wenn wir schon di­verse An­ge­bote be­kommen haben (kein Witz!), Snoopy ist un­ver­käuf­lich. Egal zu wel­chem Preis!

Edit: Mir wurde mit­ge­teilt, Snoopy wäre auf keinen Fall 65 cm groß und ich muss ge­stehen, dass meine Mes­sung si­cher­lich nicht die ge­nauste war. Bei meinem nächsten Tier­arzt­be­such werde ich mal nach­fragen, ob die Mög­lich­keit be­steht, das Fus­sel­tier zu messen. Ich weiß, mein Tier­arzt ist oder war im DRC im Be­reich Wel­pen­tests, Aus­bil­dung und was weiß ich noch alles, sehr aktiv und es kann durchaus sein, dass er mit einem so­ge­nannten Körmaß aus­ge­stattet ist. Ich werde berichten.

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Begleithunde– und andere Kurse

Nachdem Snoopy sich in der letzten Woche schon deut­lich besser durch Dis­teln, an­dere Hunde, denen er nicht zu nahe kommen durfte, und ver­stopfte Ohren ge­kämpft hatte, muss ich den Be­gleit­hun­de­kurs sowie die Er­zie­hungs– und Be­schäf­ti­gungs­gruppe nun leider bis auf Wei­teres leider auf Eis legen. Seit etwa 5 Wo­chen bin ich ge­sund­heit­lich stark an­ge­schlagen und nun ist der Punkt er­reicht, wo es ein­fach nicht mehr geht. Mit Aus­nahme von Sno­opys Ge­burtstag am nächsten Samstag und der Pfos­ten­schau* am Tag da­nach, werde ich alle aus­wär­tigen Ter­mine, vor allem die, zu denen ich selber fahren muss, ab­sagen. Es muss sich nie­mand Sorgen ma­chen, dass Snoopy da­durch zu kurz kommt. Außer der aus­fal­lenden Hun­de­kurse bleibt für ihn alles beim Alten, zu­sätz­lich haben wir ein paar wei­tere Trai­nings­ein­heiten ein­ge­baut, um die ver­passten Kurse nach­zu­ar­beiten. Und wenn am Ende des Mo­nats alle ge­planten Un­ter­su­chungen ab­ge­schlossen sind und keine wei­teren hin­zu­kommen, kann end­lich mit der Be­hand­lung von dem be­gonnen werden, was auch immer mich so aus den Schuhen haut. Und dann ist es vorbei mit „Schulfrei“.

Was ich auf jeden Fall immer wieder be­merke, Snoopy ist ein­fach die beste Me­dizin. Gegen alles!

 

* Eine Pfos­ten­schau ist eine Art Pro­be­aus­stel­lung (im kleinen Kreis), bei der es um nichts geht und die es einem er­laubt, ein­fach mal zum Testen an einer Hun­deshow teil­zu­nehmen. Die Er­geb­nisse werden weder in den Pa­pieren ein­ge­tragen noch ver­öf­fent­licht (glaube ich zu­min­dest). An­sonsten ist alles so wie auf einer rich­tigen Aus­stel­lung mit Rich­tern, Ur­kunden und ner­vösen Hun­de­füh­rern. Amely und Snoopy werden am Sonntag daran teil­nehmen und wir werden schauen, wie sich die beiden schlagen. Für Karin ist eine solche Be­ur­tei­lung zu­sammen mit HD– und ED-Röntgenbefunden (Hüft­ge­lenks– und Ell­bo­gen­dys­plasie, Dys­plasie = Fehl­bil­dung), We­sens­test, Form­wert und Er­geb­nissen von z. B. Dum­my­prü­fungen (Working Tests) ein gutes Feed­back über die Qua­lität des Wurfs. Diese Nach­weise sind wichtig für die wei­tere Wurf­pla­nung, denn schließ­lich sollen nur ge­sunde und ras­se­ty­pi­sche Ver­treter als Zucht­hunde ein­ge­setzt werden.

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Familienbesuch

Können zwei Hunde 4 Stunden lang fast un­un­ter­bro­chen mit­ein­ander spielen? Sie können! Schön war er, unser Be­such bei Karin, Mama Darcy, Schwester Amely und Onkel Balou… Und am nächsten Wo­chen­ende sehen wir uns schon wieder, zum 1. Hun­de­ge­burtstag. Und dann ist Afra aka Mampf­maus auch mit von der Partie.

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Vom Rüpel zum Begleithund

Snoopy weist der­zeit mas­siven Er­zie­hungs­be­darf auf. Wobei das „Ziehen“ wört­lich zu nehmen ist. Dachte ich noch vor seiner Pu­bertät, er sei auf einem guten Trai­nings­stand, dann würde ich jetzt wagen zu be­haupten, un­sere Er­zie­hung habe aber mal so gar nichts ge­fruchtet.
Heute hatten wir nun un­sere erste Stunde im Begleithunde-Kurs vom DRC, um Snoopy für die gleich­na­mige Prü­fung fit zu ma­chen. Zu seiner Ver­tei­di­gung muss ich sagen, dass Snoopy ein sehr an­stren­gendes Wo­chen­ende hinter sich hatte, (wir waren von Don­nerstag bis Sonntag bei meiner besten Freun­ding zu Be­such) mit langer An– und Ab­reise, einer fremden Um­ge­bung, zwei Kin­dern und ganz viel Trubel. Heute war Snoopy dann sehr lange im Büro um dann von dort gleich in eine Gruppe mit fremden Hunden zu gehen. Er war an allem in­ter­es­siert außer zu ge­hor­chen. Mal sehen, ich hoffe, dass es im Laufe des Kurses besser wird, und Snoopy war auch nicht der ein­zige Hund, der im un­an­ge­leinten Zu­stand stiften ging, ver­bes­se­rungs­würdig war die ganze Sa­chen auf jeden Fall. Hof­fent­lich prä­sen­tiert sich Snoopy in der nächsten Woche von einer etwas bes­seren Seite.

Vorhin waren wir dann beim Ge­burtstag meines Bru­ders und da wurde mir erst so richtig klar, wie sehr Snoopy etwas Ruhe und sein nor­males, ge­re­geltes Leben braucht. Er war so rast– und ru­helos und ti­gerte die ganze Zeit durch die Ge­gend. Morgen gibt es wieder Auf­re­gung, aber den Rest der Woche ver­suche ich Snoopy so viel Nor­ma­lität wie nur ir­gend mög­lich zu geben. Damit das Fus­sel­tier wieder zur Ruhe kommt.

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Ururururururururur…ahnen

Ich habe ein wenig re­cher­chiert. OK, das war ge­logen. Fast volle zwei Tage habe ich mich durch Listen und In­ter­net­seiten gekämpft.

Snoopy ist ein Hund mit Stamm­baum. Gut, das ist jeder Hund, nur ist be­sagter Stamm­baum eben nicht immer be­kannt. Die beim DRC vor­lie­gende Ah­nen­tafel ist leider etwas feh­ler­haft, doch von dieser aus­ge­hend (im­merhin reicht sie teil­weise bis 10 Ge­ne­ra­tionen zu­rück) ist es mir ge­lungen, einen bis über die 30. Ge­ne­ra­tion und bis weit ins 19. Jahr­hun­dert rei­chenden Stamm­baum zu er­stellen. Lü­ckenlos. Als Ge­nea­logie in­ter­es­sierten Men­schen ist mir das bei meiner Fa­milie üb­ri­gens nicht an­satz­weise gelungen.

Dabei sind mir ei­nige in Flat-Kreisen sehr be­kannte Hunde un­ter­ge­kommen, Sno­opys Stamm­baum ist bis hin zu den Vor­fahren der Rassen St. John’s Dog und Wavy Coated Re­triever hier nach­zu­lesen. Auch ei­nige La­bra­dore sind mir dabei un­ter­ge­kommen. Und jede Menge Fotos, von denen ich an­nehme, dass sie auf Grund ihres Al­ters hier ver­öf­fent­licht werden dürfen. Eine groß­ar­tige Quelle bei der Bild­suche war mir üb­ri­gens „The Re­triever, Dog & Wild­life Blog“.

Was habe ich also her­aus­ge­funden?
Über Sno­opys Mama und Papa habe ich be­reits be­richtet, genau wie über seine Schwes­tern. Das ist dem­nach ein alter Hut.

Mir ist auf­ge­fallen, dass ei­nige von Sno­opys Vor­fahren recht häufig in seinem Stamm­baum vor­kommen. Li­ni­en­zucht sagt man dazu, wenn man das böse Wort In­zucht nicht ver­wenden möchte. Aber selbst ab­so­lute Tabus wie die Ver­paa­rung von Wurf­ge­schwis­tern, die man auch nicht mehr mit dem Be­griff Li­ni­en­kreu­zung recht­fer­tigen kann, finden sich.

Na­tür­lich ist es so, dass ir­gendwo zu Be­ginn der Zucht nur ein paar Hunde zur Ver­fü­gung standen, die man für die „Er­schaf­fung“ der Rasse ver­wenden konnte. Und dass diese ir­gendwo immer am An­fang der Ah­nen­tafel auf­tau­chen ist auch klar. So be­ginnen ei­nige von Sno­opys Wur­zeln bei einem Paar mit den fürch­ter­li­chen Name „Nero“ (Rüde) und „Box“ (Hündin). Aber dazu später.

Ei­nige Hunde tau­chen auch schon in den ersten 7 Ge­ne­ra­tionen häufig auf, wie beispielsweise

Almanza Larry O'Grady Shargleam Blackcap Almanza Forbidden Love
Almanza Larry O’Grady (*1985), Shargleam Blackcap (*1977), Almanza For­bidden Love
sowie Cariena’s Fifteen-Eight (*1985, ohne Foto)

Be­son­ders her­vor­zu­heben ist das zwei­ma­lige Auf­tau­chen von Cariena’s Thirtyfour-Four in­ner­halb der ersten 5 Generationen.

Cariena's Thirtyfour Four

Schaut man sich die ge­nannten Hunde ge­nauer an, finden sich ei­nige Namen, die immer wieder in den Stamm­bäumen auf­tau­chen, als da wären

Fenrivers Golden Rod Woodlark Tonggreen Sparrow Boy
Fen­ri­vers Golden Rod (*1964), Wood­lark (*1958), Tonggreen Sparrow Boy (*1966)
und Ken­staff Whipster (*1972, ohne Foto)

Nun geht es weiter zu den ent­fernten Ver­wandten, näm­lich den Hunden, die eine ge­wissen „Be­rühmt­heit“ er­langt haben. So finden sich in Ge­ne­ra­tion 23 und 24 ei­nige Namen, die nicht nur den Flat Coated Retriever-Züchtern ein Be­griff sind, son­dern auch den Züch­tern der Golden Re­triever, da sie mit zu den Be­grün­dern der Rasse zählen (s. a. Golden-Retriever-Hündin Lady Betty):

Black Drake Black Queen Darenth

Horton Rector Wimpole Peter
Black Drake (*1896), Black Queen (*1893), Da­r­enth (*1888), Horton Rector (1899) und Wim­pole Peter (*1897)

In Ge­ne­ra­tion 26 und 27 finden sich Moons­tone und Zels­tone, denen man ihre St. Johns-Abstammung deut­lich ansieht. Gipsy hin­gegen wurde auf­grund ihrer weißen Fell­farbe be­kannt, die für einen Wavy Coated Re­triever recht un­er­wartet auf­trat. Wahr­schein­lich han­delte es sich je­doch um ein sehr helles gelb, dessen Gen die Flats z. T. auch heute noch tragen. Heut­zu­tage würde Gipsy als nicht dem Ras­se­stan­dard ent­spre­chend ohne Pa­piere ihr Da­sein fristen, da Gelb eine un­er­wünschte Farbe ist, die je­doch immer mal wieder auftritt.

Moonstone Zelstone

Gipsy of Riverside
Moons­tone (*1882), Zels­tone (*1880), Gipsy of Ri­ver­side (*1902)

Thorn, Me­lody und Paris (Ge­ne­ra­tionen 29 und 30) stehen für die drei un­ter­schied­li­chen Hun­de­rassen, die die Rasse Flat Coated Re­triever bil­deten. Wäh­rend Thorn Pate für den Ras­se­stan­dard des Wavy Coated Re­trie­vers stand, zeigt Paris deut­liche St.-Johns-Dog-Charakteristiken, Me­lody hin­gegen ent­spricht eher dem Setter-Typus. Tat­säch­lich han­delt es sich aber bei allen Dreien um Wavy Coated Retriever.

Thorn Paris, Melody
Thorn, Shirley’s Paris, Brewis‘ Melody

Noch weiter hinten im Stamm­baum wird es dünn, in der 32. — 36. Ge­ne­ra­tion trifft man immer wieder auf die­selben Namen, Nero und Box (wer nennt eine Hündin „Box“?!), Farquharson’s Fag und Farquharson’s Trout, Shirley’s Mid­night, Hull’s Boss. Bilder habe ich keine mehr ge­funden, mit Aus­nahme von Nep, der in Sno­opys Ah­nen­reihe u. a. in der 32. Ge­ne­ra­tion zu finden ist.

Nep

Noch bin ich auf der Suche nach dem äl­testen Hund in Sno­opys Ah­nen­reihe. Wenn ich ihn ge­funden habe, ak­tua­li­siere ich diesen Ein­trag. Versprochen.

Wer noch mehr Fotos haben möchte und nicht dem Sam­mel­kar­ten­fieber der WM er­legen ist, kann es stat­tessen ja mit ein paar Flat-Karten pro­bieren. Mit dem hier ab­ge­bil­deten Urahn zeigt Snoopy je­den­falls eine deut­liche Fa­mi­li­en­ähn­lich­keit. Der­weil ver­suche ich, mit Snoopy das Stehen zu üben. Er hat zwar früh damit an­ge­fangen wurde von uns dies­be­züg­lich noch nicht weiter ge­triezt gefördert.

Trading Card

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Familientreffen

Ach, es ist zum Mäuse melken. Schon wieder habe ich ewig nicht ge­b­loggt und es häufen sich An­fragen, Be­schwerden und vor­wurfs­volle blicke. Bei meiner letzten Blog­pause gab es sogar die Ver­mu­tung, wir hätten Snoopy ab­ge­geben. Nichts könnte we­niger der Fall sein! Wir lieben diesen Hund sehr und er würde unser Zu­hause nur über un­sere Leiche ver­lassen.
Der gar nicht mehr so kleine Kerl hat sich in der letzten Zeit den ein oder an­deren Magen-Darm-Infekt ein­ge­fangen, au­ßerdem nimmt ihn der Zahn­wechsel sehr mit, so dass er sogar eit­rige Man­deln da­von­ge­tragen hat. Auch seine Augen sind zwi­schen­durch etwas ent­zündet, dieser Ent­zün­dung können wir aber mit einer sehr guten Salbe zu Leibe rü­cken.
Eine Rönt­gen­auf­nahme wegen Sno­opys „Wat­schel­gang“ ergab aus­ge­zeich­nete Hüften und le­dig­lich eine wachs­tums­be­dingte leichte Ent­zün­dung der un­ter­schied­lich weit ent­wi­ckelten und somit un­ter­schied­lich be­las­teten Röh­ren­kno­chen. Was jetzt hier furchtbar krank klingt sind im Grunde ge­nommen nur Klei­nig­keiten, Snoopy er­freut sich bester Ge­sund­heit.
Heute hatten wir ein Fa­mi­li­en­treffen und bis auf der Papa waren alle an­we­send. Die Mama Darcy, „Onkel“ Balou, Amely, Afra (Mampf­maus) und Snoopy. Alle spielten aus­ge­lassen, so dass ich zwar viele Fotos, die aber al­le­samt in schlechter Qua­lität ge­macht habe. Snoopy und Afra haben eine frap­pie­rende Ähn­lich­keit. Afra ist ins­ge­samt etwas we­niger spiel­freudig und dafür wei­terhin ver­fres­sener als die an­deren. Snoopy hin­gegen ist wohl der ob­jekt­fi­xier­teste der drei Ge­schwister, er liebte es, sich den be­reit­lie­genden Stof­figel zu schneppen, damit her­um­zu­flitzen und sich von den an­deren ver­folgen zu lassen. Es war ein schönes Treffen und ich finde, sowas könnten wir öfter machen.

Die drei Geschwister

Snoopy mit dem Igel

 

Trink­pause

Zerr­spiele

 

Das Spiel geht weiter

Alle auf die Mama!

 

Auf einen Schluck

Mein Bruder und ich

 

Wer ist hier der Chef?

Mampf­maus in Action

 

Amelys NSA-Bewerbungsfoto

Mamp­fende Mampfmaus

 

Hände weg von meinem Rinderohr!

Wer hat ei­gent­lich mein Rinderohr?

 

Darf ich auch mal?

Mutter und Sohn

 

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