Archive for Hundehaltung

Das erste Opfer

Es wurde ein Ver­bre­chen verübt! Noch wird nach dem Täter ge­fahndet, aber alle Hin­weise deuten auf einen kleinen schwarzen Welpen. Hat ihn viel­leicht je­mand gesehen?

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Das Opfer

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Wer hat diesen Welpen gesehen?

Zum Tat­her­gang: Die be­tagte Steh­lampe wurde heim­tü­ckisch aus dem Hin­der­halt an­ge­griffen. Die Lampe hatte eine eher fra­gile Statur und war auch durch ihren Pa­pier­schirm nur un­zu­rei­chend ge­schützt. Wahr­schein­lich war es dem Welpen nur da­durch mög­lich, diese grau­same Tat zu begehen.

Manche Mit­bürger sind über den Ver­lust gar nicht traurig, die An­ge­hö­rigen hin­gegen stehen noch unter Schock, be­gleitet von tiefer Trauer. „Ich weiß nicht, ob es je­mals mög­lich sein wird, diese sel­tene Lampe zu er­setzen“, schluchzte Ci­tysheep ge­gen­über dem Flat Dog Blog. Wir finden, eine ver­ach­tens­werte Tat, die da verübt wurde!

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Der Morgen danach

Aus meinem schla­fähn­li­chen Zu­stand werde ich ge­weckt, als mir je­mand hin­ge­bungs­voll das Ohr ab­leckt. Snoopy beugt sich aus seiner Kiste auf mein pro­vi­so­ri­sches Lager hinab. Er will spielen. Wir gehen zur Ge­schäfts­stelle und er pie­selt neben seinen Baum. Da­nach be­ginnt er ihn sys­te­ma­tisch auf­zu­essen. Wir ma­chen uns auf den Weg nach oben und we­cken meinen Freund. Dann wird ge­spielt.
Als mein Freund auf dem Markt und ich mit der Zu­be­rei­tung von Sno­opys Früh­stück be­schäf­tigt bin pas­siert das Mal­heur und ein großes und kleines Ge­schäft finden sich auf dem Flur­boden. Es ist sein erster Haufen, seit er bei uns ein­ge­zogen ist und er hat ganze Ar­beit ge­leistet. :mrgreen:
Das Früh­stück ver­schmäht der kleine Mann fast voll­ständig, weder die ge­pimpte Wel­pen­milch noch das groß­ar­tige Gu­lasch finden An­klang. Es ist aber auch immer noch furchtbar heiß in der Woh­nung. Nach dem Wel­pen­essen mache ich unser Früh­stück. Zwi­schen­durch lässt Snoopy sein Warum-­bin-­ich-­nicht-­der-­Mittelpunkt-­der-­Welt?-­Winseln hören. Als wir dann Früh­stü­cken, legt sich die kleine Fluse neben uns und pennt ein.
Das werde ich jetzt auch tun. Die Nacht war die Hölle. „Der Hund kann nichts dafür!“ (Zitat aus „Herrchenjahre“)

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Die erste Nacht

Ich kann nicht schlafen. Damit hatte ich ge­rechnet. Womit ich nicht ge­rechnet habe ist, dass dieser Um­stand an der ab­ar­tigen Hitze und nicht an dem kleinen Ra­cker in der Kiste neben mir liegt. Der tap­fere kleine Kerl ist ganz lieb und he­chelt sich die Zunge aus dem Hals. Er tut mir leid, wie er sich immer wieder wälzt, weil ihm warm ist.
Wir ziehen in ein küh­leres Zimmer um, eines mit einem De­cken­ven­ti­lator. Ich denke mir, dass der kleine Kerl einen wahn­sin­nigen Durst haben muss, er aber durch seine Kiste nicht zum Was­ser­napf kann. Also fülle ich einen halb­hohen Be­hälter mit Wasser und klemme ihn zwi­schen Decke und Kis­ten­wand. Snoopy be­ginnt so­fort mit dem Trinken. Er schlab­bert eine Weile an dem Wasser und schläft kurz darauf wie ein Stein.
Wenig später ent­decke ich, dass sein plötz­li­ches Ein­schlafen nicht mit dem ge­stillten Durst zu tun hatte. Sein rechtes Ohr hängt tief im Wasser. Ich halte das für keine über­ra­gende Idee und lege das nasse Ohr vor­sichtig auf die Decke. Kurz darauf geht das un­ru­hige He­cheln wieder los.
Als der kleine Mann zu­neh­mend un­ru­higer wird, ma­chen wir eine Tour nach draußen. Es ist viel kühler dort als in der Woh­nung, ein Wind weht und Snoopy macht es sich di­rekt be­quem. Ich gehe in Rich­tung von Snoopys-Spezial-Geschäftsstelle und der Welpe folgt mir so­fort. Nach einem Bäch­lein in der Ge­schäfts­stelle ver­su­chen wir das Pro­jekt Schlaf noch einmal in An­griff zu nehmen.
Die zweite Nacht­hälfte be­streitet Snoopy das Pro­gramm. Win­seln, wälzen, keinen Platz zum Schlafen finden, sich im Panzerknacker-Gewerbe ver­su­chen und den Karton zer­legen.
Wir gehen noch zweimal ver­geb­lich raus, der leichte Wind tut gut. Ir­gend­wann fallen wir er­schöpft in einen leichten Schlaf.

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Getestet…

… und für sach­kundig befunden.

Die Sach­kun­de­prü­fung war in der Tat ein ziem­li­cher Witz. Bei zwei der Rechts­fragen habe ich ge­patzt (wer lesen kann ist klar im Vor­teil!), der Rest war wirk­lich ein­fach. Nun habe ich also den für die An­mel­dung des Hundes bei der Stadt ge­for­derten Sach­kun­de­nach­weis. Und zur Be­loh­nung fahre ich gleich meinen süßen Knopf und den Rest der Bande be­su­chen. Mit der Gi­raffe im Gepäck.

Für den Sach­kund­ein­ter­es­sierten hier noch ein paar Infos:

Der Fra­ge­bogen be­stand aus drei Teilen (I: Bio­logie und Ge­sund­heit, II: Ver­halten und Er­zie­hung, III: Ge­setze), für jede Frage gab es ma­ximal 2 Punkte. Der erste Teil be­stand aus 11 Fragen, von denen min­des­tens 12 Punkte, der zweite aus 15, von denen min­des­tens 14 und der dritte Teil aus 12 Fragen, von denen min­des­tens 12 Punkte er­reicht werden mussten. Mit ins­ge­samt 45 Punkten hatte man den Test be­standen. Pro Frage gab es meh­rere Ant­wort­mög­lich­keiten, von denen we­nigs­tens eine richtig war. Mir wurde ge­sagt, ich habe alle Zeit der Welt und dürfe auch Fragen stellen.

Mein Fra­ge­bogen ent­hielt die fol­genden Fragen aus diesem Fra­gen­ka­talog:

Teil 1: B1, B5, B14, B16, B19, B28, B30, B32, B34, sowie eine Frage zur Tollwut und eine zu Hun­de­welpen, die ich in den mir zur Ver­fü­gung ste­henden Fra­ge­bögen nicht ge­funden habe.

Teil 2: A2, A6, A10, A18, A29, A30, A32, A35, A42, A43, A44, A48, A49B6

Teil 3 ent­hielt Fragen, die ich eben­falls in keinem der Fra­ge­bögen ge­funden habe, für die man aber die Tierschutz-Hundeverordnung, das Tier­schutz­ge­setz und das Lan­deshun­de­ge­setz recht gut kennen sollte.

Alles in allem bin ich froh, die Prü­fung nun hinter mir zu haben. :mrgreen:

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Flathaare

Eines der Dinge, die mir Sorgen macht, ist die Tat­sache, dass man einen Flat trimmen sollte. Alte, ab­ge­stor­bene Haare (nagut rein bio­lo­gisch be­trachtet sind die Haare eh tot, mit Aus­nahme des Teils, der in der Haut ver­an­kert ist), also die, die braun ge­worden sind, müssen ent­fernt werden. Dabei dürfen ei­nige Dinge je­doch nicht passieren:

1. Dem Hund ist diese Pro­zedur un­an­ge­nehm (lang­weilig: ok, schmerz­haft: nein)
2. Der Hund friert, weil ich nicht wusste, wann Schluss ist
3. Der Hund sieht an den Ohren Prinz-Eisenherz-artig aus

Nun dachte ich, ich hätte ei­nige Vor­er­fah­rungen im Um­gang mit Tieren. Bei meiner Ar­beit beim Tier­arzt habe ich die wich­tigsten tier­pfle­ge­ri­schen Dinge ge­lernt (Wunden ver­sorgen und nähen, Ver­bände an­legen, Krallen schneiden, Spritzen geben (sub­kutan, i.m., i.v.) Fieber messen, un­ge­liebte Dinge ver­ab­rei­chen, Ohren ver­sorgen, nar­ko­ti­sierte Katzen aus Vor­hängen be­freien, usw.), aber Haare trimmen ge­hörte nicht dazu. Es ist schön zu wissen, dass ich mal eine arg ge­schun­dene Wolfs­kralle ent­fernt, eine Ratte kas­triert und bei einem Rat­ten­kai­ser­schnitt sowie di­versen an­deren Ope­ra­tionen as­sis­tiert habe, aber all das hilft mir im Hun­de­alltag wenig. Es sei denn, ich möchte klei­nere Ope­ra­tionen auf dem Wohn­zim­mer­tisch selbst durch­führen. (Wer auch immer das hier liest, das war ein Scherz!)
Beim Reiten habe ich ge­lernt, Pony, Mähne und Schweif zu ver­ziehen, aber bei Hun­de­haaren muss ich passen. Shadow je­den­falls wurde nie ge­trimmt. Und falls doch, dann habe ich es ver­gessen und auf keinen Fall selbst durchgeführt.

Zu­ge­geben, ich mache mir um ko­mi­sche Dinge Sorgen, aber nachdem ich im Retriever-Forum von ver­schie­denen Tricks und haar­tech­ni­schen Pannen ge­lesen haben, ist mir bei dem Thema eben etwas mulmig zu­mute. Hof­fent­lich habe ich noch ein biss­chen Zeit, bis ich mich das erste mal ans Fri­sieren wagen muss. Der Trick mit dem ge­fro­renen Jo­ghurt, der mit Pan­zer­tape am Stuhl­bein be­fes­tigt wird, um den Hund beim Trimmen bei Laune zu halten, hat mir je­den­falls aus­neh­mend gut ge­fallen. :)

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