Archive for Pubertät

Vom Rüpel zum Begleithund

Snoopy weist der­zeit mas­siven Er­zie­hungs­be­darf auf. Wobei das „Ziehen“ wört­lich zu nehmen ist. Dachte ich noch vor seiner Pu­bertät, er sei auf einem guten Trai­nings­stand, dann würde ich jetzt wagen zu be­haupten, un­sere Er­zie­hung habe aber mal so gar nichts ge­fruchtet.
Heute hatten wir nun un­sere erste Stunde im Begleithunde-Kurs vom DRC, um Snoopy für die gleich­na­mige Prü­fung fit zu ma­chen. Zu seiner Ver­tei­di­gung muss ich sagen, dass Snoopy ein sehr an­stren­gendes Wo­chen­ende hinter sich hatte, (wir waren von Don­nerstag bis Sonntag bei meiner besten Freun­ding zu Be­such) mit langer An– und Ab­reise, einer fremden Um­ge­bung, zwei Kin­dern und ganz viel Trubel. Heute war Snoopy dann sehr lange im Büro um dann von dort gleich in eine Gruppe mit fremden Hunden zu gehen. Er war an allem in­ter­es­siert außer zu ge­hor­chen. Mal sehen, ich hoffe, dass es im Laufe des Kurses besser wird, und Snoopy war auch nicht der ein­zige Hund, der im un­an­ge­leinten Zu­stand stiften ging, ver­bes­se­rungs­würdig war die ganze Sa­chen auf jeden Fall. Hof­fent­lich prä­sen­tiert sich Snoopy in der nächsten Woche von einer etwas bes­seren Seite.

Vorhin waren wir dann beim Ge­burtstag meines Bru­ders und da wurde mir erst so richtig klar, wie sehr Snoopy etwas Ruhe und sein nor­males, ge­re­geltes Leben braucht. Er war so rast– und ru­helos und ti­gerte die ganze Zeit durch die Ge­gend. Morgen gibt es wieder Auf­re­gung, aber den Rest der Woche ver­suche ich Snoopy so viel Nor­ma­lität wie nur ir­gend mög­lich zu geben. Damit das Fus­sel­tier wieder zur Ruhe kommt.

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Kein Hundegebell »

Lektion in Zeckenkunde

Mein Be­such beim Tier­arzt lief an­ders als ge­plant. Meine An­frage nach dem Spot-On-Präparat wurde mit einer aus­führ­li­chen Lek­tion in Phar­mazie ab­ge­schmet­tert.
Ab­ge­sehen von der Be­las­tung von Ge­wäs­sern durch das höchst ag­gres­sive Prä­parat, sowie den Schäden für Flora und Fauna wurde ich darauf hin­ge­wiesen, dass ich statt des Mit­tels eben­sogut vier Dosen Paral (der Wirk­stoff und die Menge seien gleich) bei ge­schlos­senem Fenster in un­serer Woh­nung ver­sprühen könnte. Dem Hund helfe das zwar we­niger, wäre aber der­selbe Wirk­stoff mit den­selben ge­sund­heit­li­chen Folgen für die Woh­nungs­be­wohner. Das macht man dann eine Weile mit und könnte sich dann in ein paar Jahren über eine Be­hand­lung gegen MS oder Par­kinson freuen, da der Wirk­stoff ex­trem ner­ven­schä­di­gend sei.
Un­ter­malt wurde die Ler­nein­heit durch eine poin­tierte aber trau­rige An­ek­dote aus dem Be­kann­ten­kreis des Tier­arztes. (So er­fuhr ich ne­benbei, dass er mal bei Vi­ta­kraft ge­ar­beitet hat und auf Messen un­ter­wegs war, wo der Bayer-Messemensch für das Spot-On-Präparat den Stand neben ihm hatte.)
Um die lange Ge­schichte kurz zu ma­chen, ich kaufte ein 50 € teures Ze­cken­hals­band, das sogar im Wasser ge­tragen werden könnte (aber nicht sollte, wegen der Ge­fahr des Hän­gen­blei­bens) und den­selben Wirk­stoff wie das Spot-On-Mittel hat, mit dem Snoopy nicht ins Wasser ge­durft hätte (Folter für einen Re­triever). Nur dass die Ab­gabe des Mit­tels an die Um­ge­bung nur etwa 0,001% (oder so) be­trüge und somit ver­tretbar wäre.
Ins­ge­samt ist das Hals­band um ein Viel­fa­ches güns­tiger (man glaubt es kaum) als das Spot-On-Mittel. Dafür hasst Snoopy es und jeder sieht auf 100 m Ent­fer­nung, dass er eine Un­ge­zie­fer­schleuder ist. Armer Snoopy!
Achja, was habe ich noch ge­lernt? Dass Sno­opys Talg­drüsen eine ver­gleichs­weise hohe Menge an But­ter­säure ab­son­dern und die Ze­cken total drauf stehen. Knob­lauch­füt­te­rung helfe zwar gegen Ze­cken und an­dere Vam­pire, al­ler­dings in so ge­ringem Maße, dass man sich die Mühe (und den Mund­ge­ruch) ge­trost sparen kann. Viel­leicht er­le­digt sich das Thema ja nach der Pu­bertät. Ich werde Snoopy raten, diese schnell hinter sich zu bringen.
Zu meinem Tier­arzt: Er wird in der Hunde– vor allem aber der Re­trie­ver­szene hoch ge­schätzt (fast schon ver­ehrt) und ist vieles (z. B. manchmal was ruppig) aber kein Dummschwätzer.

Up­date: Ich habe einen Ze­cken­counter ein­ge­baut. Hof­fent­lich bleibt er bei 0 :)

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2x Wuff »

Er hebt es … er hebt es nicht … er hebt es …

Meis­tens hebt er es nicht. Sein Bein. Aber in­zwi­schen hat er damit an­ge­fangen. Spo­ra­disch, nur so bei jedem 20. Mal pie­seln, oder so.

Früher oder später werden die Leute ihn nicht mehr „Rüdin“ nennen!

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Der „König des Waldes“ wird flügge

Kör­per­liche Veränderungen

1. Die Ohren werden schlechter („Hier?“ „Hab ich nicht ge­hört!“)
2. Das Ge­hirn wird schlechter („Sitz?“ „Kenne ich nicht!“)
3. Der Kopf wird di­cker („Platz?“ „Leg dich doch selber hin! Ich will jetzt spielen! ANREMPEL Genau jetzt!“)
4. Der Fang wird lauter („Ich will mein Essen! WUFF“, „Hör auf mich zu igno­rieren! JAUL“)
5. Die Haut wird dünner („Du willst jetzt nicht ku­scheln? WINSEL, STUBS Immer noch nicht? FIEP“)
6. Das Ego wird größer („Ich bin der König des Waldes, Herr­scher über alle Hunde (und Pelikane)!“)

 

Psy­chi­sche Veränderungen

1. Wech­selnde Launen
2. Ten­denz zu mehr Ei­gen­stän­dig­keit
3. Nör­geln und jam­mern? Aber gerne!
4. Auf­for­derndes Bellen? Na, klar!
5. Schmollen? Geht immer!

 

Ver­hal­tens­än­de­rungen

1. Pipi wird auf­ge­spart und auf 2 oder 3 Pin­kel­pausen auf­ge­teilt
5. Hün­dinnen werden be­stiegen (die Hün­dinnen ge­winnen)
6. Rüden werden be­stiegen (die Rüden ge­winnen)
7. Frau­chen wird be­stiegen (Frau­chen ge­winnt)
8. Das Spiel wird rup­piger und lauter

 

Wer ist der König des Waldes?

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