Eine Wohnung für den Flat

Un­sere Woh­nung ist de­fi­nitiv nicht wel­pen­si­cher. Das ist ein Pro­blem. Ein Pro­blem, das es zu lösen gilt. Das Schlimme daran ist, dass dieses Pro­blem fast aus­schließ­lich an meinem Wi­der­willen liegt, mich von Dingen zu trennen, an meinen vielen Hobbys, die auch mit viel Kram ein­her­gehen und an meiner Un­ord­nung. Würde mein Freund aus un­serer ge­mein­samen Woh­nung aus­ziehen und seine ganzen Sa­chen mit­nehmen, man würde es der Woh­nung wahr­schein­lich kaum an­merken.
Es ist wie es ist und dieser Zu­stand muss ge­än­dert werden. Also habe ich einen Plan auf­ge­stellt, wie die Woh­nung bis zum Einzug des Welpen gründ­lich aus­ge­mistet und wel­pen­si­cher wird. Jeden Samstag setzen wir uns zu­sammen und nehmen uns eine Ecke un­serer Woh­nung vor. Am letzten Samstag war dies der linke Teil un­seres Wohn­zim­mer­schranks. Sta­pel­weise Alt­pa­pier warten nun darauf, dem Re­cy­cling zu­ge­führt zu werden, di­verse Müll­säcke sind in un­serer grauen Tonne ver­schwunden. Und weil es am Samstag so gut lief, habe ich am Sonntag und Montag wei­ter­ge­macht. Der Wohn­zim­mer­schrank blüht in neuem Glanz. Da es sich nicht um einen rich­tigen Schrank son­dern um das all­seits be­liebte Re­gal­system „Ivar“ han­delt (jetzt wohnen wir schon 12 Jahre zu­sammen und leben immer noch mit un­seren Stu­den­ten­mö­beln), haben wir im un­teren Be­reich leider kaum Türen. Also haben wir die unten lie­genden Re­gale so be­stückt, dass sie so­wohl dem We­deln des Welpen und des aus­ge­wach­senen Flats stand­halten (und wenn mal eine DVD raus­fällt ist das zu ver­schmerzen) als auch der hün­di­schen Neu­gier. Nippes und Deko finden sich nur auf den oberen Re­gal­böden, für Hun­de­schwanz und –maul un­er­reichbar.
Toll sieht es aus (im Rahmen der Ivar be­dingten Mög­lich­keiten), unser Wohn­zim­me­regal. Zur Be­loh­nung habe ich unser Be­leuch­tungs­system ein wenig auf­ge­stockt, so­viel Luxus muss sein. ;)
Nächsten Samstag ist dann unser Fern­seh­schrank, der ei­gent­lich auch schon fertig, aber mir noch nicht wel­pen­si­cher genug ist, und unser Couch­tisch dran.
Eine Er­fah­rung habe ich ge­macht. Auf­räumen und Aus­misten kann Spaß ma­chen. Es sind nur die hart­nä­ckigen Klei­nig­keiten, die mir Kummer be­reiten, Dinge, die auf­ge­hoben werden sollen, von denen ich aber nicht weiß, wie ich sie un­ter­bringen soll. Aber auch dafür wird es eine Lö­sung geben.
Und wenn ich nicht mit einer fiesen Er­käl­tung flach­liegen würde, ich könnte mir glatt vor­stellen noch weiter aus­zu­misten. Je­den­falls sind wir un­serem engen Zeit­plan nun um zwei Wo­chen voraus!

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