Pfostenschau, eine Bilanz

Puh, das war viel­leicht ein Wo­chen­ende. Es ist un­glaub­lich wie an­stren­gend so eine Pfos­ten­schau sein kann. 39 Hunde der Rassen Golden, La­brador und Flat Coated Re­triever traten an, um die Schönsten der Schönen im Testring zu küren. Das Wetter konnte sich an­fangs nicht so richtig ent­scheiden, wech­selte aber später zu­gunsten von Or­ga­ni­sa­toren und Teil­nehmer auf Sonnenschein.

Jeder der Hunde wurde aus­giebig be­gut­achtet und be­ur­teilt. Und fo­to­gra­fiert. Das war das Schlimmste an der Aus­stel­lung, habe ich es doch jah­re­lang (um genau zu sein, seit meiner Chemo– und Cor­ti­son­the­rapie vor vielen Jahren) ver­mieden, mich von Fremden fo­to­gra­fieren zu lassen. Nun konnte ich mich aber nicht wehren und wurde ab­ge­lichtet und wer weiß, wo nun die un­vor­teil­haf­testen Fotos von mir überall im Netz auf­tau­chen. Ich glaube, ich will es lieber gar nicht erst wissen.

Tat­säch­lich war aber auch die Aus­stel­lung nichts für mich. Letzt­end­lich ist es doch so, dass man 20 € dafür aus­gibt, dass der ei­gene und somit tollste, schönste und per­fek­teste Hund aller Zeiten kri­ti­siert wird und, so habe ich es per­sön­lich emp­funden und spreche na­tür­lich nur für mich und *nie­manden* an­ders(!), im Ring „zum Affen macht“. Es war schreck­lich. Auf ge­fühlten 100 Fotos sehe ich wahr­schein­lich aus, wie, ach, ich will lieber gar nicht dar­über nach­denken, wie ich aussehe…

Snoopy je­den­falls sah toll aus und hat den dritten Platz (von 4) ge­macht und ein „sehr gut“ (kurz SG3) er­halten. Karin hat mit Amely in ihrer Klassen einen tollen ersten Platz ge­macht (vor­züg­lich, ab­ge­kürzt V1) und auch Darcy hat einen dritten Platz (V3) abgeräumt.

Um einen Ver­gleich zu er­halten, zi­tiere ich ein­fach mal Wi­ki­pedia zu diesem Thema:

Form­werte

Zur Be­ur­tei­lung der Hunde an­hand des Ras­se­stan­dards ver­fasst der Richter für jeden aus­ge­stellten Hund eine schrift­liche Kritik, die dessen Stärken und Schwä­chen be­schreibt und die auch die Form­wert­note beinhaltet.

Als Form­wert­noten sind möglich:

  • Vor­züg­lich – für Hunde, die in hohem Maße dem Stan­dard entsprechen
  • Sehr gut – für Hunde mit ei­nigen klei­neren Fehlern
  • Gut – für Hunde mit grö­ßeren Fehlern
  • Ge­nü­gend – für dem Ras­setyp ent­spre­chende Hunde, die we­sent­liche Mängel aufweisen
  • Dis­qua­li­fi­ziert – für nicht dem Ras­setyp ent­spre­chende Hunde, ag­gres­sive Hunde, Hunde mit be­stimmten erb­li­chen Feh­lern und Hunde mit dis­qua­li­fi­zie­renden Merk­malen gemäß dem je­wei­ligen Rassestandard
  • Ohne Be­wer­tung – für Hunde, die auf­grund ihres Ver­hal­tens oder an­derer Um­stände nicht ge­richtet werden können“

Dass Snoopy mit seinem, wie es der Tier­arzt so char­mant nennt, „Wat­schel­gang“ eine so gute Be­wer­tung und eine gelbe Schleife ab­stauben konnte, ist schon toll und das, ob­wohl wir uns (ok, die Schuld liegt bei mir) un­mög­lich prä­sen­tiert haben (ich sage nur, einmal und nie wieder!). Aber lest selbst:

Für sein Alter gut ent­wi­ckelter Jungrüde, vor­züg­liche Fellan­lage, etwas leich­terer Rü­den­kopf, gut an­ge­setzte dunkle Augen, kor­rekt an­ge­setzte Be­hänge, schöne Kopf­hal­tung, fester Rü­cken, lang auf­ge­rippter Brust­korb, Vor­brust muss sich noch weiter ent­wi­ckeln, etwas kurzer Oberarm, Be­we­gungen nicht ganz gleichmäßig.“

Ich habe mich sehr ge­freut, Ca­ro­line und Jenny zu treffen, sowie Cuddy und ihren Nach­wuchs, der zum Teil auf der Aus­stel­lung ver­treten war. Cuddy hat neben einem ersten Platz in ihrer Klasse auch noch die Aus­zeich­nungen „Beste Hündin“ und  „Best Flat Coated Re­triever“ , (Best of Breed, BOB) er­halten. Alles in allem war es ein er­folg­rei­cher Nach­mittag, was mich aber nicht davon ab­halten wird, meine Aus­stel­lungs­kar­riere mit diesem Event zu be­enden. Snoopy darf na­tür­lich auch gerne wei­terhin aus­ge­stellt werden, bloß nicht mit mir. :) Achja, was habe ich außer einem total er­le­digtem Hund, einer guten Be­wer­tung und einer gelben Schleife noch von der Pfos­ten­schau mit­ge­nommen? 38 Mü­cken­stiche! Kein Kommentar!

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Was ich auf keinen Fall ver­säumen möchte ist, der freund­li­chen jungen Frau, die Cuddy und ihren Sohn Dean prä­sen­tiert hat, zu danken, die mich wirk­lich sehr lieb be­ru­higt und mir Mut ge­macht hat. Das war groß­artig und hat mir sehr ge­holfen und das, wo wir doch ge­meinsam im Ring standen.

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Wuff »

Flatbedingungen

Oje, die Züch­ter­frage ge­staltet sich zu­neh­mend schwierig. Ich komme mir in­zwi­schen so vor, als wolle ich in einen Ge­heim­zirkel auf­ge­nommen werden und weiß die rich­tige Lo­sung nicht. Wir wün­schen uns einen Flat und das von Herzen. Ja, wir sind be­dingt durch meinen Job ge­burts­ter­min­mäßig sehr ein­ge­schränkt, will meinen, der Welpe muss al­ler­spä­tes­tens Mitte Au­gust bei uns ein­ziehen, sonst haben wir in der ersten und wich­tigen Phase zu wenig Zeit für ihn, da kann ich es drehen und wenden, wie ich will.

Ich bin mir ganz si­cher, dass der Flat bei uns ein sehr lie­be­volles Zu­hause finden wird. Zu­sätz­lich haben wir sehr hun­de­liebe und auch hun­de­er­fah­rene Un­ter­stüt­zung in un­serem Fa­mi­lien– und Freun­des­kreis. Und ich hoffe, dass der Kon­takt zu Ca­ro­line nicht ab­bricht. Das fänden mein Freund und ich näm­lich wirk­lich schade.

Wir möchten un­seren Flat auch aus­lasten, das ist uns sehr wichtig und wir freuen uns auch darauf. Doch da liegt der Hase im Pfeffer. Fast jede Züch­terin hat ganz ei­gene Vor­stel­lungen wie diese Aus­las­tung aus­sehen soll. Die eine sagt „Dum­my­trai­ning, oder du kriegst keinen Flat“, die an­dere sagt „Dum­my­trai­ning im DRC (Deut­scher Re­triever Club), an­dere Sport­arten dazu sind ok, aber zu­erst Dum­my­trai­ning, sonst lernt der Hund etwas Fal­sches“. Wieder eine an­dere sagt „Hun­de­schule, aber auf jeden Fall eine vom DRC, keine an­dere“. Die nächste meint, „Die Sportart ist egal, aber der Flat sollte auf Aus­stel­lungen zu sehen sein.“ Um nur eine Aus­wahl zu nennen. So sind es n Züchter und n+1 Mei­nungen. (Jaja, ich komme aus dem so­ge­nannten MINT-Bereich, sprich Ma­the­matik, In­for­matik, Na­tur­wis­sen­schaft und Technik.) Und ei­gent­lich sollte man mög­lichst in un­mit­tel­barer Nähe zum Züchter wohnen.

Ich finde es toll, wie­viel Mühe sich die Züchter mit den Wel­pen­käu­fern geben. Wie sie auch nach dem Kauf mit Rat und Tat zur Seite stehen, viel­fäl­tige An­ge­bote an Welpe und Halter ma­chen und dass sie re­gel­mä­ßige Wel­pen­treffen in­iti­ieren. Da­mals haben wir Shadow ge­kauft und das war es dann. „Fire and forget“, wie der Rol­len­spieler sagen würde. Ich bin be­geis­tert, dass es jetzt an­ders ist. Und dafür nehmen wir auch gerne den meist langen Weg auf uns.

Wie ge­sagt, wir möchten un­seren Hund aus­lasten. Re­triever, egal welche der sechs Rassen, sind prä­des­ti­niert für’s „Re­trieven“ also für die Dum­myar­beit. Wir möchten etwas finden an dem wir alle, vor allem aber der Flat, Freude haben. Wenn er — ganz un­ty­pisch, das gebe ich zu — ein Ap­portel (also dieses Säck­chen zum Su­chen und Holen) total un­span­nend findet, dann werden wir ihn nicht zwingen. Ich habe dank Ca­ro­line einen kleinen Ein­blick in die Dum­myar­beit ge­wonnen und hatte Spaß dabei (und eine Lun­gen­ent­zün­dung da­von­ge­tragen, was meine Ent­schei­dungs­fin­dung je­doch in keinster Weise be­ein­flussen wird). Ich habe weder Agi­lity, Trick­dog­ging, Fähr­ten­ar­beit oder Man­trai­ling, Fly­ball, Obedience, Dog­dancing und was die Hun­de­sport­welt sonst noch so be­reit­hält pro­biert. Au­ßerdem war ich noch nie auf einer Hun­de­aus­stel­lung. Diesen Zu­stand möchte ich än­dern. Dem­nächst be­suche ich, weil die Ge­le­gen­heit grad günstig ist, eine Aus­stel­lung. Wenn Agnes zu­rück ist, werde ich mir mit ihr Agi­lity, Fähr­ten­ar­beit und Obedience einmal an­sehen. Und ich finde es nach wie vor in­ter­es­sant, eine As­sis­tenz­hun­de­aus­bil­dung zu ver­su­chen. So­fern das Fell­knäuel Spaß daran hat. Das ist die al­ler­wich­tigste Voraussetzung!

Ich habe von An­fang an mit of­fenen Karten ge­spielt. So­wohl was den Termin an­geht, als auch die Tat­sache, dass wir uns bei meh­reren Züch­tern um­hören, da wir weder wissen, ob es genug Welpen werden, noch ob einer der Züchter be­reit ist, uns einen Welpen zu geben. Die Züchter sagen uns weder, ob wir über­haupt eine Chance haben, noch wo wir auf der „War­te­liste“ stehen. Ca­ro­line und Darcys Frau­chen waren da eine Aus­nahme. Alle an­deren sind skep­tisch, weil wir ehr­lich waren, was die Er­fah­rung mit dem Hun­de­sport an­geht. Es ist unser erster ei­gener Hund. Es ist unser erster Flat. Meine Hun­de­er­fah­rungen be­schränken sich auf un­seren Irish Setter (da­mals war ich 12 Jahre alt, als er zu uns kam und 23 Jahre alt, als er starb) und ganz ehr­lich, da­mals war weder von Hun­de­sport, noch von Aus­las­tung die Rede. Da hieß es, dreimal am Tag spa­zieren gehen, we­nigs­tens eine Stunde pro Spa­zier­gang, und so haben wir es ge­macht. Ich be­haupte, unser Hund hätte an ir­gend­einer Sportart si­cher viel Spaß ge­habt. Auf keinem Fall am Dum­my­trai­ning und schon gar nicht an ir­gend­etwas, das mit Wasser zu tun ge­habt hätte. Das Au­to­fahren hat er bis ins hohe Alter ver­ab­scheut. Shadow hatte es mit uns Kin­dern an­fangs si­cher nicht ganz leicht, aber er war ein un­glaub­lich lieber, ge­dul­diger, freund­li­cher, be­geis­te­rungs­fä­higer und le­bens­froher Hund. Wir können also nicht alles falsch ge­macht haben.

Un­sere ge­ringe Vor­er­fah­rung und un­sere Be­reit­schaft, ehr­lich im Bezug auf die Aus­las­tung und die Züch­ter­frage zu sein, ka­ta­pul­tiert uns in eine zu­neh­mend schlech­tere Lage. Man ist miss­trau­isch, be­fürchtet, wir würden einem „nur zum Munde“ reden, wenn wir sagen, wir hätten uns das Dum­my­trai­ning an­ge­sehen und Spaß daran ge­habt. Letzt­end­lich scheinen die Zweifel bei uns als po­ten­ti­ellem Wel­pen­käufer groß zu sein. Ich weiß nicht, was wir falsch ma­chen. Das stimmt mich traurig und ängst­lich. Ich freue mich so sehr auf das Fell­knäuel, aber haben wir über­haupt eine Chance?

Na­tür­lich müssen die Züchter planen. Sie wollen keine Wel­pen­käufer, die in letzter Mi­nute ab­springen. Ver­stehe ich sehr gut. Aber sie ma­chen es einem auch nicht leicht. Wären sie etwas aus­kunfts­freu­diger (wobei die Wel­pen­an­zahl na­tür­lich eine ent­schei­dende Rolle spielt und nicht planbar ist), könnten sie und wir viel besser planen.

Sabrina sagte nur: „Pff, sag den Leuten, was sie hören wollen und geh da­nach nie wieder ans Te­lefon, wenn sie an­rufen.“ Das werde ich nicht tun. Ich hoffe auf einen guten Kon­takt zu der Züch­terin meines zu­künf­tigen Welpen. Auch nachdem wir das Fell­knäuel bei uns auf­ge­nommen haben. Währt ehr­lich wirk­lich immer am längsten? Viel­leicht müsste es heißen, „Ehr­lich wartet am längsten.“? Bei uns heißt es in­zwi­schen Hoffen und Bangen. Es naht die Zeit der Ent­schei­dung. Dann werden wir ent­weder sehr glück­lich oder sehr traurig sein.

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Neues von der Züchterfront

Es hat sich ei­niges getan, in den letzten Tagen. Aber ir­gendwie bin ich nicht zum Bloggen ge­kommen. Hier nun eine Zu­sam­men­fas­sung der Ereignisse.

Cuddy ist leider raus aus dem Rennen. Sie ist bis heute nicht läufig und somit leider viel zu spät dran. Schade!

Shiva, Moon, Caya und Darcy sind be­reits ge­deckt worden, Shiva ist trächtig, das hat das Ul­tra­schall er­geben. Moon ist höchst­wahr­schein­lich leer ge­blieben, ist also nicht trächtig. Bei Caya sieht es gut aus, sie zeigt be­reits An­zei­chen einer Schwan­ger­schaft, ist ver­fressen und über­gibt sich. Das Ul­tra­schall findet am Don­nerstag statt. Die letze im Bunde, Darcy, wurde auch ge­deckt, bis zu ihrem Ul­tra­schall ist es je­doch noch ein Weil­chen hin. Ge­rade bei Darcy hoffe ich so sehr, das es ge­klappt hat.

Am Sonntag haben wir dann den Weg nach Droch­tersen ge­wagt, um die träch­tige Shiva nebst Frau­chen zu be­su­chen. Auch Shiva und ihre Tochter Jarle haben uns ge­fallen, beides sind schöne Flat-Hündinnen, sehr auf­ge­schlossen, freund­lich und an Strei­chel­ein­heiten interessiert.

Nun ist Daumen drü­cken an­ge­sagt. Daumen drü­cken, Darcy eben­falls trächtig ist, dass die Hün­dinnen ge­sunde Welpen in aus­rei­chender An­zahl zur Welt bringen und dass wir einen dieser Welpen ab­be­kommen. Leider wissen wir nicht, wer uns be­reits im Kopf „aus­ge­mus­tert“, auf der Er­satz­liste unter ferner Liefen ab­ge­legt hat oder uns viel­leicht gerne einen Welpen geben möchte, wo wir even­tuell sogar ei­ni­ger­maßen vorne auf der „Liste“ stehen. Hier lassen sich die Züchter nicht in die Karten schauen. Le­dig­lich Darcys Hal­terin hat mir ge­sagt, dass sie glaube, ich würde eine gute „Wel­pen­mutter“ ab­geben. Dar­über habe ich mich wirk­lich sehr ge­freut, ist aber leider kein Ga­rant für einen Welpen. Ich glaube schon, dass Darcys Frau­chen und einen Welpen geben würde, sie wirkte sehr auf­richtig auf mich. Aber was ist, wenn für uns kein Hund dabei ist.

Wir hoffen also weiter. Don­nerstag wissen wir schon wieder ein biss­chen mehr.

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Kalt, nass, ungemütlich… Dummytraining

Nass war er, mein erster Be­such eines Dum­my­trai­nings, des­halb gibt es auch fast keine Fotos (ir­gendwie hänge ich zu sehr an meiner Ka­mera um sie diesem Dau­er­regen aus­zu­setzen). Drei Flat-Coated-Retriever-Hündinnen (Cuddy, Caya und Cora-Lee) und deren Besitzer(innen) haben daran teil­ge­nommen, trotz Kälte, Schnee­regen und jeder Menge Matsch. Der Vor­mittag hat mir viel Spaß ge­macht und ich habe viel über das Dum­my­trai­ning er­fahren, es gibt un­ter­schied­liche Va­ri­anten, die Frei­ver­lo­ren­suche, das Ein­weisen und das Mar­kieren. Alle drei Va­ri­anten wurden geübt.

Bei der Frei­ver­lo­ren­suche werden die Dummys in einem Areal ver­steckt, so dass die Hunde die Po­si­tion der Dummys nicht sehen. Die Hunde werden vorher an etwas ab­ge­le­gener Stelle ab­ge­setzt und müssen dort warten. Dann wird dem Hund mit­ge­teilt, dass er das Areal ab­su­chen soll, den ersten Dummy, den er findet soll er zum Hun­de­führer dann so­fort zu­rück­bringen, ohne zwi­schen­durch z. B. gegen einen an­deren Dummy zu tauschen.

Bei der Ein­wei­sung gibt der Hun­de­führer dem Hund Si­gnale, wohin er gehen und wo er su­chen soll. Mit Pfiffen (Stopp­fiff, Suchen-Pfiff) und Hand­zei­chen (Rich­tungen aber auch Kom­mandos wie „Sitz“) wird der Hund di­ri­giert. Das ist be­son­ders dann schwierig, wenn der Hund den Dummy be­reits ge­sehen hat, der Führer ihn aber einen Umweg laufen lässt.

Für das Mar­kieren werden zwei Per­sonen be­nö­tigt, ein ent­fernt ste­hender „Mar­kierer“ der den Dummy wirft und der Hun­de­führer, dessen Hund auf­merksam be­ob­achtet, wo der Dummy hin­fliegt. Auf Kom­mando läuft er dann los und bringt den Dummy zurück.

Alles in allem war es ein sehr in­ter­es­santer Morgen bzw. Vor­mittag. Ich er­wi­sche mich immer wieder dabei, wie ich es ge­rade in der An­we­sen­heit von Flats über­haupt nicht ab­warten kann, bis es Sommer ist und das kleine Woll­knäuel bei uns ein­ziehen kann. Wenn ich doch nur wüsste, dass alles ei­ni­ger­maßen si­cher klappt und wir einen Welpen be­kommen. Ich habe näm­lich heute schlimme Ge­schichten ge­hört von Leutet, denen ein Hund ver­spro­chen wurde und denen eine Woche vor der Ab­gabe (ihnen war schon ein Welpe zu­ge­wiesen worden und sie hatten ihn be­reits ein paar Mal be­sucht) noch ab­ge­sagt wurde. Aus un­ter­schied­li­chen Gründen. Ich habe solche Angst, dass uns das auch passiert.

Ein paar wit­zige Si­tua­tionen möchte ich hier nicht ver­schweigen. Ganz am Be­ginn des Trai­nings, als die Züch­terin und ich die ersten Dummys für die Frei­ver­lo­ren­suche ver­steckten, musste die Hunde bei dem Rest der Truppe warten, um die Dummys nicht schon vorher zu sehen. Sie saßen ziem­lich an­ge­spannt auf dem Wald­boden rum und schauten und er­war­tungs­voll an, als wir von un­serer Ver­steck­mis­sion zu­rück­kamen. Es sah un­heim­lich schnuffig aus, wie sie und an­schauten und ich sagte leise „Na?“. So­fort stürmten die drei Mä­dels auf mich zu, sehr zum Miss­fallen ihrer Besitzer(innen). Ich ern­tete stra­fende Blicke. Aber woher sollte ich denn auch wissen, dass „Na?“ das in­ter­na­tional an­er­kannte Si­gnal für „Ver­gesst alle Kom­mandos und eure gute Er­zie­hung und be­stürmt mich!“ ist. ;)

Beim Mar­kieren auf der Wiese mit einer Senke sagte mir die Züch­terin, als Cuddy ge­rade zum Dummy los­ge­lauben war, ich solle mich doch einmal hin­ho­cken, um die Sache aus Hun­de­au­gen­höhe zu be­trachten und wie schwierig es sei, den Wurf des Dummys aus dieser zu ver­folgen. Also hockte ich mich neben sie hin und schaute. Ich konnte Cuddy gar nicht mehr sehen, als sie den Dummy holte son­dern erst wieder, als sie aus der Senke auf­tauchte. Sie schaute mich ver­wirt an, rannte auf mich zu statt auf ihr Frau­chen und hielt mir den Dummy di­rekt mit der Schnauze vor meine Augen und we­delte ver­un­si­chert. Frau­chen und der Rest der Gruppe lachten. „Wie gut, das auch mal geübt zu haben. Glück­li­cher­weise hat sich noch kein Richter bei einem Working­test (kurz: WT, eine Art Ap­por­tier­prü­fung mit Dummys) hin­ge­setzt.“. Wir pro­bierten das­selbe noch einmal mit einer an­deren Hündin, die sich ebenso be­reit­willig ab­lenken ließ. Wahr­schein­lich wird das Hin­ho­cken Einzug in die nächten Dum­my­trai­nings halte. :mrgreen:

Meine ge­knüpften Kno­chen sind üb­ri­gens gut an­ge­kommen, hof­fent­lich ver­an­lasst das Be­ste­chungs­ge­schenk Cuddy zum Läu­fig­werden. Es gibt schon ein paar klei­nere An­zei­chen, dass es viel­leicht bald klappen könnte. Hoffen wir also ganz fest weiter. Go, Cuddy, go!

Notiz an mich: Hun­de­ba­de­mantel nähen! So ein nasser Hund im Auto hat was Mit­leid Er­re­gendes. In den Ba­de­mantel kann er sich prima ein­ku­scheln und trocknet schneller.

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Cora-Lee im Bademantel

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Flat-Spaziergang

Cuddy und Kimba

Cuddy Dark Angel of Eter­nity und Amegino’s Cheerful Kim­berly (Cuddys Mutter)

Heute hatten wir unser erstes Treffen mit einer Flat-Züchterin. Sie wohnt nur eine gute halbe Sunde von uns ent­fernt und ist un­glaub­lich nett. Zu­sam­men mit ihren beiden Hün­dinnen Cuddy und Kimba (Cuddys Mutter) sind wir spa­zieren ge­gangen und haben ge­quatscht. Es war ein wirk­lich netter Nach­mittag. Einen Wehr­muts­tropfen gibt es al­ler­dings, die Züch­terin er­wartet die Läu­fig­keit ihrer Hündin erst Ende April. Das wäre zu spät. Hunde sind etwa 63 Tage lang trächtig und die Welpen werden mit einem Alter von acht Wo­chen ab­ge­geben. Nimmt man also Ende April als Deck­termin könnten wir den Welpen erst Ende Au­gust ab­holen. Und das würde nicht rei­chen. Ich hoffe so sehr, dass die Hündin deut­lich früher läufig wird, denn bei dieser Züch­terin hat die Chemie ein­fach ge­stimmt (zu­min­dest von meiner Seite aus, wie sie das sieht, weiß ich na­tür­lich nicht) und auch ihre Hunde sind groß­artig. Eines weiß ich si­cher, mit einem Flat holt man sich einen Clown ins Haus.

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