Begleithunde– und andere Kurse

Nachdem Snoopy sich in der letzten Woche schon deut­lich besser durch Dis­teln, an­dere Hunde, denen er nicht zu nahe kommen durfte, und ver­stopfte Ohren ge­kämpft hatte, muss ich den Be­gleit­hun­de­kurs sowie die Er­zie­hungs– und Be­schäf­ti­gungs­gruppe nun leider bis auf Wei­teres leider auf Eis legen. Seit etwa 5 Wo­chen bin ich ge­sund­heit­lich stark an­ge­schlagen und nun ist der Punkt er­reicht, wo es ein­fach nicht mehr geht. Mit Aus­nahme von Sno­opys Ge­burtstag am nächsten Samstag und der Pfos­ten­schau* am Tag da­nach, werde ich alle aus­wär­tigen Ter­mine, vor allem die, zu denen ich selber fahren muss, ab­sagen. Es muss sich nie­mand Sorgen ma­chen, dass Snoopy da­durch zu kurz kommt. Außer der aus­fal­lenden Hun­de­kurse bleibt für ihn alles beim Alten, zu­sätz­lich haben wir ein paar wei­tere Trai­nings­ein­heiten ein­ge­baut, um die ver­passten Kurse nach­zu­ar­beiten. Und wenn am Ende des Mo­nats alle ge­planten Un­ter­su­chungen ab­ge­schlossen sind und keine wei­teren hin­zu­kommen, kann end­lich mit der Be­hand­lung von dem be­gonnen werden, was auch immer mich so aus den Schuhen haut. Und dann ist es vorbei mit „Schulfrei“.

Was ich auf jeden Fall immer wieder be­merke, Snoopy ist ein­fach die beste Me­dizin. Gegen alles!

 

* Eine Pfos­ten­schau ist eine Art Pro­be­aus­stel­lung (im kleinen Kreis), bei der es um nichts geht und die es einem er­laubt, ein­fach mal zum Testen an einer Hun­deshow teil­zu­nehmen. Die Er­geb­nisse werden weder in den Pa­pieren ein­ge­tragen noch ver­öf­fent­licht (glaube ich zu­min­dest). An­sonsten ist alles so wie auf einer rich­tigen Aus­stel­lung mit Rich­tern, Ur­kunden und ner­vösen Hun­de­füh­rern. Amely und Snoopy werden am Sonntag daran teil­nehmen und wir werden schauen, wie sich die beiden schlagen. Für Karin ist eine solche Be­ur­tei­lung zu­sammen mit HD– und ED-Röntgenbefunden (Hüft­ge­lenks– und Ell­bo­gen­dys­plasie, Dys­plasie = Fehl­bil­dung), We­sens­test, Form­wert und Er­geb­nissen von z. B. Dum­my­prü­fungen (Working Tests) ein gutes Feed­back über die Qua­lität des Wurfs. Diese Nach­weise sind wichtig für die wei­tere Wurf­pla­nung, denn schließ­lich sollen nur ge­sunde und ras­se­ty­pi­sche Ver­treter als Zucht­hunde ein­ge­setzt werden.

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Fit für den Urlaubsalltag

Noch geht es bei uns drunter und drüber, aber wir ver­su­chen langsam etwas Struktur in unser Zu­sam­men­leben zu bringen. Der Morgen be­ginnt mit dem Auf­stehen und zwar zu dem Zeit­punkt, an dem Snoopy seine re­bel­li­sche „Ich will jetzt auf keinen Fall wei­ter­schlafen und bitte be­spaßt mich“-Phase be­kommt. Wir gehen zur Haupt­ge­schäfts­telle, in der meist ein Bäch­lein hin­ter­lassen wird. Dann geht es zu­rück in die Woh­nung, wo die Fleischra­tion für den Tag aus dem Ge­frier­fach ge­holt wird.

Da­nach findet der erste Spa­zier­gang des Tages statt. Von Lei­nen­füh­rig­keit kann na­tür­lich keine Rede sein, die selbst­ge­machten Ge­schirre sind ein­deutig zu schwer und ver­rut­schen da­durch immer. Montag werden wir also ein Wel­pen­ge­schirr käuf­lich er­werben. Die Spa­zier­gänge be­ginnen mit einem kurzen Weg zur Spiel­wiese, dieser wird im Schne­cken­tempo zu­rück­ge­legt, damit das Fell­knäuel nicht an der Leine zieht. Au­ßerdem werden wir immer wieder von be­geis­terten Fans un­seres kleinen Welpen an­ge­spro­chen. Auf der Wiese an­ge­kommen wird dann kurz ge­spielt, damit sich der be­schwer­liche Weg mit dem, nach Sno­opys Mei­nung, fürch­ter­li­chen Hals­band auch ge­lohnt hat. Ab und an treffen wir dort auf Hunde, die einen mehr, die an­deren we­niger be­geis­tert. Snoopy ist sehr vor­sichtig und be­herrscht seine Be­schwich­ti­gungs­si­gnale ausgezeichnet.

Auf dem Rückweg wird Snoopy noch ge­tragen, damit seine Ge­lenke nicht zu stark be­lastet werden.

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Nach dem Spa­zier­gang gibt es Sno­opys Früh­stück, eine Por­tion Tro­cken­futter. Nach einem kurzen Be­such in der Ge­schäfts­stelle widmed sich der Kleine seinem aus­gie­bigem Schön­heits­schlaf. Dieser findet zu­meist auf den kühlen Kü­chen­fliesen statt.

Dann nutzen wir die Ge­le­gen­heit zum Früh­stü­cken und dem Er­le­digen wich­tiger Dinge, wie Nacht­schlaf nach­holen. Nach Sno­opys Schlaf wird die Ge­schäfts­stelle auf­ge­sucht und da­nach ge­spielt und ge­knud­delt. Dann muss sich der Kleine mit sich selber be­schäf­tigen, was je­doch unter Auf­sicht ge­schieht, da seine Vor­stel­lung von In­nen­aus­stat­tung der un­seren total wi­der­spricht. Gerne wird auch nach Auf­merk­sam­keit ge­win­selt und ge­fiept, bei an­hal­tender Igno­ranz auch auf ein Jaulen aus­ge­dehnt, was wir je­doch, grausam, wie wir sind, igno­rieren. Wir wollen ja schließ­lich keinen Ty­rannen großziehen.

Zwi­schen­durch wird die Ge­schäfts­stelle auf­ge­sucht, so auch vor der Vor­be­rei­tung des Mit­tag­es­sens. Dieses ist etwas auf­wän­diger und be­inhaltet die Zu­be­rei­tung von Wel­pen­milch, Ho­nig­schleim, di­versen Pül­ver­chen aus dem Fut­ter­laden um die Ecke und Le­ber­tran. Dann geht es wieder zur Spiel­wiese und da­nach wird das Hun­de­mit­tag­essen ser­viert. Da­nach schläft der kleine Ra­cker wieder ein bis wieder die Spiel– und Schmu­se­zeit ein­ge­läutet wird. Hier wech­seln wir zwi­schen Spiel mit uns und Ei­gen­be­schäf­ti­gung sowie Schmusen ab, wir wollen ja nicht allzu vor­her­sehbar sein.

Nor­ma­ler­weise könnte der­selbe Ab­lauf zum Nach­mit­tags– und Abend­essen statt­finden, aber ge­rade in den ersten Wo­chen bei uns muss der kleine Hund un­heim­lich viele Dinge ken­nen­lernen, so dass neben Spa­zier­gang, Spielen, Schmusen, Essen und Er­ziehen auch die so­ge­nannte „Prä­gung“ statt­findet. Heute sind wir z. B. bei meinem Bruder ein­ge­laden, wo wir auf Agnes, ihren Freund Heiko und Pluto stoßen werden.

Das Nach­mit­tags­essen wird auf nach die Au­to­fahrt ver­schoben, man muss es ja nicht pro­vo­zieren, dass dem Hun­de­kind schlecht wird. Am Zielort an­ge­kommen geben wir Snoopy Pansen grün, den liebt er heiß und innig, wir al­ler­dings we­niger. :mrgreen: (Notiz an mich: Bei­bringen, dass er nach dem Genuß von Pansen nicht in meine Rich­tung atmen darf.) Nach dem Essen wird der Rei­se­fut­ter­napf ap­por­tiert, bis ich ihn als Ge­schenk emp­fange und zur Spüle bringe. Als Al­ter­na­tive wählt Snoopy seinen Was­ser­napf, was in einem Fußbad und einer durch­nässten Hun­de­decke endet. Prak­ti­scher­weise ist der Napf nun leer und kann stolz her­um­ge­tragen werden.

Als Pluto und Snoopy auf­ein­an­der­treffen be­müht sich Snoopy red­lich, seine fried­li­chen Ab­sichten kund­zutun, ist dabei dann doch etwas auf­dring­lich und wird von Pluto ein­dring­lich in seine Schranken ver­wiesen. Pluto ist für den Kleinen erstmal tabu, re­spekt­voll hält er sich von ihm fern. Später ap­por­tiert Pluto Dummys aus dem Fluss, wäh­rend sich Snoopy sich sogar bis zum Bauch in das Ge­wässer traut. Es sieht un­glaub­lich süß aus, wie er immer wieder ver­sucht, auf der Was­ser­ober­fläche zu laufen und die Pföt­chen dabei ganz hoch­hebt. Dann spielt er mit dem Wasser und ist an­ge­messen nass. Zwei Hun­de­be­geg­nungen und viele Fans später spa­zieren wir ge­müt­lich am Fluss ent­lang. Snoopy wird mu­tiger und fängt sich eine wei­tere Zu­recht­wei­sung ein. Doch er ist deut­lich we­niger er­schro­cken und hält einen ge­rin­geren Ab­stand zu dem „Un­tier“ Pluto ein.

Beim Spielen mit dem schwarzen Fell­monster holen wir uns durch Sno­opys etwas ruf­figen Ein­satz seiner sehr spitzen und schmerz­haften Zähne al­lerlei Bles­suren, die hun­de­ge­recht mit einem hohen Jaulen und Igno­ranz be­ant­wortet werden. Agnes mit der meisten Hun­de­er­fah­rung jault de­fi­nitiv am be­ein­dru­ckendsten. Wir bilden uns ein, dass Snoopy beim Spielen schon etwas we­niger stark zu­beißt und sich seine Beiß­hem­mung langsam aber si­cher ent­wi­ckelt. Un­seren Glied­maßen, Nasen und Ohren wäre es zu wünschen.

Auf der Rück­fahrt schläft Snoopy tief und fest, was auch gut ist, da mein De­cken­kon­strukt für meinen Wagen sich als total un­taug­lich her­aus­ge­stellt hat. Gleich morgen werden wir eine Trans­portbox für meinen Wagen er­werben. Zu­sammen mit einem pas­senden Hundegeschirr.

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Flatbedingungen

Oje, die Züch­ter­frage ge­staltet sich zu­neh­mend schwierig. Ich komme mir in­zwi­schen so vor, als wolle ich in einen Ge­heim­zirkel auf­ge­nommen werden und weiß die rich­tige Lo­sung nicht. Wir wün­schen uns einen Flat und das von Herzen. Ja, wir sind be­dingt durch meinen Job ge­burts­ter­min­mäßig sehr ein­ge­schränkt, will meinen, der Welpe muss al­ler­spä­tes­tens Mitte Au­gust bei uns ein­ziehen, sonst haben wir in der ersten und wich­tigen Phase zu wenig Zeit für ihn, da kann ich es drehen und wenden, wie ich will.

Ich bin mir ganz si­cher, dass der Flat bei uns ein sehr lie­be­volles Zu­hause finden wird. Zu­sätz­lich haben wir sehr hun­de­liebe und auch hun­de­er­fah­rene Un­ter­stüt­zung in un­serem Fa­mi­lien– und Freun­des­kreis. Und ich hoffe, dass der Kon­takt zu Ca­ro­line nicht ab­bricht. Das fänden mein Freund und ich näm­lich wirk­lich schade.

Wir möchten un­seren Flat auch aus­lasten, das ist uns sehr wichtig und wir freuen uns auch darauf. Doch da liegt der Hase im Pfeffer. Fast jede Züch­terin hat ganz ei­gene Vor­stel­lungen wie diese Aus­las­tung aus­sehen soll. Die eine sagt „Dum­my­trai­ning, oder du kriegst keinen Flat“, die an­dere sagt „Dum­my­trai­ning im DRC (Deut­scher Re­triever Club), an­dere Sport­arten dazu sind ok, aber zu­erst Dum­my­trai­ning, sonst lernt der Hund etwas Fal­sches“. Wieder eine an­dere sagt „Hun­de­schule, aber auf jeden Fall eine vom DRC, keine an­dere“. Die nächste meint, „Die Sportart ist egal, aber der Flat sollte auf Aus­stel­lungen zu sehen sein.“ Um nur eine Aus­wahl zu nennen. So sind es n Züchter und n+1 Mei­nungen. (Jaja, ich komme aus dem so­ge­nannten MINT-Bereich, sprich Ma­the­matik, In­for­matik, Na­tur­wis­sen­schaft und Technik.) Und ei­gent­lich sollte man mög­lichst in un­mit­tel­barer Nähe zum Züchter wohnen.

Ich finde es toll, wie­viel Mühe sich die Züchter mit den Wel­pen­käu­fern geben. Wie sie auch nach dem Kauf mit Rat und Tat zur Seite stehen, viel­fäl­tige An­ge­bote an Welpe und Halter ma­chen und dass sie re­gel­mä­ßige Wel­pen­treffen in­iti­ieren. Da­mals haben wir Shadow ge­kauft und das war es dann. „Fire and forget“, wie der Rol­len­spieler sagen würde. Ich bin be­geis­tert, dass es jetzt an­ders ist. Und dafür nehmen wir auch gerne den meist langen Weg auf uns.

Wie ge­sagt, wir möchten un­seren Hund aus­lasten. Re­triever, egal welche der sechs Rassen, sind prä­des­ti­niert für’s „Re­trieven“ also für die Dum­myar­beit. Wir möchten etwas finden an dem wir alle, vor allem aber der Flat, Freude haben. Wenn er — ganz un­ty­pisch, das gebe ich zu — ein Ap­portel (also dieses Säck­chen zum Su­chen und Holen) total un­span­nend findet, dann werden wir ihn nicht zwingen. Ich habe dank Ca­ro­line einen kleinen Ein­blick in die Dum­myar­beit ge­wonnen und hatte Spaß dabei (und eine Lun­gen­ent­zün­dung da­von­ge­tragen, was meine Ent­schei­dungs­fin­dung je­doch in keinster Weise be­ein­flussen wird). Ich habe weder Agi­lity, Trick­dog­ging, Fähr­ten­ar­beit oder Man­trai­ling, Fly­ball, Obedience, Dog­dancing und was die Hun­de­sport­welt sonst noch so be­reit­hält pro­biert. Au­ßerdem war ich noch nie auf einer Hun­de­aus­stel­lung. Diesen Zu­stand möchte ich än­dern. Dem­nächst be­suche ich, weil die Ge­le­gen­heit grad günstig ist, eine Aus­stel­lung. Wenn Agnes zu­rück ist, werde ich mir mit ihr Agi­lity, Fähr­ten­ar­beit und Obedience einmal an­sehen. Und ich finde es nach wie vor in­ter­es­sant, eine As­sis­tenz­hun­de­aus­bil­dung zu ver­su­chen. So­fern das Fell­knäuel Spaß daran hat. Das ist die al­ler­wich­tigste Voraussetzung!

Ich habe von An­fang an mit of­fenen Karten ge­spielt. So­wohl was den Termin an­geht, als auch die Tat­sache, dass wir uns bei meh­reren Züch­tern um­hören, da wir weder wissen, ob es genug Welpen werden, noch ob einer der Züchter be­reit ist, uns einen Welpen zu geben. Die Züchter sagen uns weder, ob wir über­haupt eine Chance haben, noch wo wir auf der „War­te­liste“ stehen. Ca­ro­line und Darcys Frau­chen waren da eine Aus­nahme. Alle an­deren sind skep­tisch, weil wir ehr­lich waren, was die Er­fah­rung mit dem Hun­de­sport an­geht. Es ist unser erster ei­gener Hund. Es ist unser erster Flat. Meine Hun­de­er­fah­rungen be­schränken sich auf un­seren Irish Setter (da­mals war ich 12 Jahre alt, als er zu uns kam und 23 Jahre alt, als er starb) und ganz ehr­lich, da­mals war weder von Hun­de­sport, noch von Aus­las­tung die Rede. Da hieß es, dreimal am Tag spa­zieren gehen, we­nigs­tens eine Stunde pro Spa­zier­gang, und so haben wir es ge­macht. Ich be­haupte, unser Hund hätte an ir­gend­einer Sportart si­cher viel Spaß ge­habt. Auf keinem Fall am Dum­my­trai­ning und schon gar nicht an ir­gend­etwas, das mit Wasser zu tun ge­habt hätte. Das Au­to­fahren hat er bis ins hohe Alter ver­ab­scheut. Shadow hatte es mit uns Kin­dern an­fangs si­cher nicht ganz leicht, aber er war ein un­glaub­lich lieber, ge­dul­diger, freund­li­cher, be­geis­te­rungs­fä­higer und le­bens­froher Hund. Wir können also nicht alles falsch ge­macht haben.

Un­sere ge­ringe Vor­er­fah­rung und un­sere Be­reit­schaft, ehr­lich im Bezug auf die Aus­las­tung und die Züch­ter­frage zu sein, ka­ta­pul­tiert uns in eine zu­neh­mend schlech­tere Lage. Man ist miss­trau­isch, be­fürchtet, wir würden einem „nur zum Munde“ reden, wenn wir sagen, wir hätten uns das Dum­my­trai­ning an­ge­sehen und Spaß daran ge­habt. Letzt­end­lich scheinen die Zweifel bei uns als po­ten­ti­ellem Wel­pen­käufer groß zu sein. Ich weiß nicht, was wir falsch ma­chen. Das stimmt mich traurig und ängst­lich. Ich freue mich so sehr auf das Fell­knäuel, aber haben wir über­haupt eine Chance?

Na­tür­lich müssen die Züchter planen. Sie wollen keine Wel­pen­käufer, die in letzter Mi­nute ab­springen. Ver­stehe ich sehr gut. Aber sie ma­chen es einem auch nicht leicht. Wären sie etwas aus­kunfts­freu­diger (wobei die Wel­pen­an­zahl na­tür­lich eine ent­schei­dende Rolle spielt und nicht planbar ist), könnten sie und wir viel besser planen.

Sabrina sagte nur: „Pff, sag den Leuten, was sie hören wollen und geh da­nach nie wieder ans Te­lefon, wenn sie an­rufen.“ Das werde ich nicht tun. Ich hoffe auf einen guten Kon­takt zu der Züch­terin meines zu­künf­tigen Welpen. Auch nachdem wir das Fell­knäuel bei uns auf­ge­nommen haben. Währt ehr­lich wirk­lich immer am längsten? Viel­leicht müsste es heißen, „Ehr­lich wartet am längsten.“? Bei uns heißt es in­zwi­schen Hoffen und Bangen. Es naht die Zeit der Ent­schei­dung. Dann werden wir ent­weder sehr glück­lich oder sehr traurig sein.

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Agility

Agi­lity ist ein be­liebter Sport für Hund und Herr­chen, bzw. Frau­chen. Doch nicht nur für Hunde…

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Die erste Absage

Ges­tern habe ich mir meine erste Züchter-Absage ein­ge­heimst. Also die Züch­terin hat es nicht di­rekt aus­ge­spro­chen, aber die Si­tua­tion war ein­deutig. Ins­ge­samt war das Ge­spräch sehr schwierig, eher wie ein Verhör, nicht wie eine Un­ter­hal­tung. Mir ist klar, dass die Züchter viel wissen möchten und das finde ich auch gut, aber meine bis­he­rigen Ge­spräche waren immer sehr freund­lich und haben sich gut an­ge­fühlt. Das Ge­spräch ges­tern über­haupt nicht, ich habe sehr viele Fragen be­ant­wortet (Wohnort, Haus oder Woh­nung, Miete oder Ei­gen­heim, Stock­werk, wie der Hund die Treppen runter– und rauf­kommt, mehr­fache Nach­frage, ob ich wirk­lich kräftig genug bin, ihn zu tragen, Bo­den­belag, was tun, wenn der noch nicht stu­ben­reine Hund einen „Un­fall“ hat, Strecke von der Woh­nung bis zur Grün­fläche, bis zum Park, bis zum Wald, meine Ar­beits­zeiten, die Ar­beits­zeiten meines Freundes, wohin mit dem Hund im Ur­laub, uvm.) und ich fühlte mich bei wirk­lich jeder Ant­wort so, als wäre sie falsch ge­wesen. Die ent­schei­dende Frage aber, die letzt­end­lich zum Ge­fühl der end­gül­tigen Ab­leh­nung führte, war die Frage da­nach, was ich mit dem Hund als Be­schäf­ti­gung ma­chen wolle. Ich er­zählte, dass ich noch nicht end­gültig fest­ge­legt sei, dass das Dum­my­trai­ning eine Mög­lich­keit wäre, dass ich aber auch für an­dere Dinge offen wäre, je nach In­ter­esse des Hundes und dass ich über­lege, bei ent­spre­chender Ver­an­la­gung des Hundes, ihm ein paar Dinge aus der As­sis­tenz­hun­de­aus­bil­dung bei­zu­bringen. Für welche an­deren Dinge ich noch offen sei, frage sie, „Obedience bei­spiels­weise“, ant­wor­tete ich. Es folgte Schweigen. Ich er­zählte, dass mir am Obedience ge­fällt, dass es dabei um die Har­monie und das Ver­trauen zwi­schen Hund und Halter geht, dass es nur funk­tio­niert, wenn der Hund Spass daran hat. Das glaubte sie mir nicht. Es schien fast so, als sei Obedience der in­be­griff der „Un­ter­wer­fung um jeden Preis“. Und die As­sis­tenz­hun­de­sache fand sie auch un­mög­lich. Ich sagte, dass mir wichtig wäre, etwas zu tun, was dem Hund und mir Freude be­reitet. Doch es war zu spät. Ihre Hunde wären für das Dum­my­trai­ning ge­züchtet, die Hunde hätten aus­schließ­lich daran Freude und ich schien ihr dem Hund meinen Willen und meine In­ter­essen auf­zwingen zu wollen. Es war furchtbar. Sie schwieg wieder und ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Dann be­en­dete ich das Gespräch.

Ja, ich bin ein emo­tio­naler Mensch, ich habe dieses Ge­spräch nicht ein­fach weg­ste­cken können. Ich habe mir lange über­legt, ob ich über­haupt zur Hun­de­hal­tung fähig sei, ob es ein Flat gut bei mir hätte. Würde ich ihm meinen Willen auf­zwingen, nur weil ich mir ein paar Mög­lich­keiten of­fen­halte und nicht jetzt und so­fort ent­scheide, eine be­stimmte Sache zu ma­chen? Na­tür­lich weiß ich, dass die meisten Re­triever (wie der Name es ja auch sagt) das Dum­my­trai­ning lieben. Und wenn mein Hund in spe das auch liebt, dann werde ich ihm das si­cher nicht vor­ent­halten. Aber ich finde es auch nicht schlimm, manche Dinge aus­zu­pro­bieren und zu sehen, was ihm noch Spaß macht. Dieses Ge­spräch je­den­falls hat mich sehr mitgenommen.

Was für ein Glück, dass sich heute eine an­dere Züch­terin ge­meldet hat, die sehr nett und auf­ge­schlossen wirkte. Es war ein schönes Ge­spräch und es ging mir viel besser da­nach. Ei­gent­lich waren alle Züch­ter­ge­spräche bisher po­sitiv. Bis auf das eine ges­tern. Doch ver­dauen muss ich das trotzdem noch.

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Kalt, nass, ungemütlich… Dummytraining

Nass war er, mein erster Be­such eines Dum­my­trai­nings, des­halb gibt es auch fast keine Fotos (ir­gendwie hänge ich zu sehr an meiner Ka­mera um sie diesem Dau­er­regen aus­zu­setzen). Drei Flat-Coated-Retriever-Hündinnen (Cuddy, Caya und Cora-Lee) und deren Besitzer(innen) haben daran teil­ge­nommen, trotz Kälte, Schnee­regen und jeder Menge Matsch. Der Vor­mittag hat mir viel Spaß ge­macht und ich habe viel über das Dum­my­trai­ning er­fahren, es gibt un­ter­schied­liche Va­ri­anten, die Frei­ver­lo­ren­suche, das Ein­weisen und das Mar­kieren. Alle drei Va­ri­anten wurden geübt.

Bei der Frei­ver­lo­ren­suche werden die Dummys in einem Areal ver­steckt, so dass die Hunde die Po­si­tion der Dummys nicht sehen. Die Hunde werden vorher an etwas ab­ge­le­gener Stelle ab­ge­setzt und müssen dort warten. Dann wird dem Hund mit­ge­teilt, dass er das Areal ab­su­chen soll, den ersten Dummy, den er findet soll er zum Hun­de­führer dann so­fort zu­rück­bringen, ohne zwi­schen­durch z. B. gegen einen an­deren Dummy zu tauschen.

Bei der Ein­wei­sung gibt der Hun­de­führer dem Hund Si­gnale, wohin er gehen und wo er su­chen soll. Mit Pfiffen (Stopp­fiff, Suchen-Pfiff) und Hand­zei­chen (Rich­tungen aber auch Kom­mandos wie „Sitz“) wird der Hund di­ri­giert. Das ist be­son­ders dann schwierig, wenn der Hund den Dummy be­reits ge­sehen hat, der Führer ihn aber einen Umweg laufen lässt.

Für das Mar­kieren werden zwei Per­sonen be­nö­tigt, ein ent­fernt ste­hender „Mar­kierer“ der den Dummy wirft und der Hun­de­führer, dessen Hund auf­merksam be­ob­achtet, wo der Dummy hin­fliegt. Auf Kom­mando läuft er dann los und bringt den Dummy zurück.

Alles in allem war es ein sehr in­ter­es­santer Morgen bzw. Vor­mittag. Ich er­wi­sche mich immer wieder dabei, wie ich es ge­rade in der An­we­sen­heit von Flats über­haupt nicht ab­warten kann, bis es Sommer ist und das kleine Woll­knäuel bei uns ein­ziehen kann. Wenn ich doch nur wüsste, dass alles ei­ni­ger­maßen si­cher klappt und wir einen Welpen be­kommen. Ich habe näm­lich heute schlimme Ge­schichten ge­hört von Leutet, denen ein Hund ver­spro­chen wurde und denen eine Woche vor der Ab­gabe (ihnen war schon ein Welpe zu­ge­wiesen worden und sie hatten ihn be­reits ein paar Mal be­sucht) noch ab­ge­sagt wurde. Aus un­ter­schied­li­chen Gründen. Ich habe solche Angst, dass uns das auch passiert.

Ein paar wit­zige Si­tua­tionen möchte ich hier nicht ver­schweigen. Ganz am Be­ginn des Trai­nings, als die Züch­terin und ich die ersten Dummys für die Frei­ver­lo­ren­suche ver­steckten, musste die Hunde bei dem Rest der Truppe warten, um die Dummys nicht schon vorher zu sehen. Sie saßen ziem­lich an­ge­spannt auf dem Wald­boden rum und schauten und er­war­tungs­voll an, als wir von un­serer Ver­steck­mis­sion zu­rück­kamen. Es sah un­heim­lich schnuffig aus, wie sie und an­schauten und ich sagte leise „Na?“. So­fort stürmten die drei Mä­dels auf mich zu, sehr zum Miss­fallen ihrer Besitzer(innen). Ich ern­tete stra­fende Blicke. Aber woher sollte ich denn auch wissen, dass „Na?“ das in­ter­na­tional an­er­kannte Si­gnal für „Ver­gesst alle Kom­mandos und eure gute Er­zie­hung und be­stürmt mich!“ ist. ;)

Beim Mar­kieren auf der Wiese mit einer Senke sagte mir die Züch­terin, als Cuddy ge­rade zum Dummy los­ge­lauben war, ich solle mich doch einmal hin­ho­cken, um die Sache aus Hun­de­au­gen­höhe zu be­trachten und wie schwierig es sei, den Wurf des Dummys aus dieser zu ver­folgen. Also hockte ich mich neben sie hin und schaute. Ich konnte Cuddy gar nicht mehr sehen, als sie den Dummy holte son­dern erst wieder, als sie aus der Senke auf­tauchte. Sie schaute mich ver­wirt an, rannte auf mich zu statt auf ihr Frau­chen und hielt mir den Dummy di­rekt mit der Schnauze vor meine Augen und we­delte ver­un­si­chert. Frau­chen und der Rest der Gruppe lachten. „Wie gut, das auch mal geübt zu haben. Glück­li­cher­weise hat sich noch kein Richter bei einem Working­test (kurz: WT, eine Art Ap­por­tier­prü­fung mit Dummys) hin­ge­setzt.“. Wir pro­bierten das­selbe noch einmal mit einer an­deren Hündin, die sich ebenso be­reit­willig ab­lenken ließ. Wahr­schein­lich wird das Hin­ho­cken Einzug in die nächten Dum­my­trai­nings halte. :mrgreen:

Meine ge­knüpften Kno­chen sind üb­ri­gens gut an­ge­kommen, hof­fent­lich ver­an­lasst das Be­ste­chungs­ge­schenk Cuddy zum Läu­fig­werden. Es gibt schon ein paar klei­nere An­zei­chen, dass es viel­leicht bald klappen könnte. Hoffen wir also ganz fest weiter. Go, Cuddy, go!

Notiz an mich: Hun­de­ba­de­mantel nähen! So ein nasser Hund im Auto hat was Mit­leid Er­re­gendes. In den Ba­de­mantel kann er sich prima ein­ku­scheln und trocknet schneller.

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Cora-Lee im Bademantel

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