Snoopy beim Tierarzt

Be­dingt durch den Schock mit der kleinen Afra hatte ich mich ent­schieden, heute mal beim Tier­arzt vor­bei­zu­schauen. Mor­gens hatte Snoopy ein biss­chen Durch­fall, so dass ich dazu di­rekt ein paar Fragen stellen konnte. Man­gels Trans­port­käfig kam ich auf Ka­this An­gebot zu­rück mir ihre Box zu leihen. Sie brachte sie mir vorbei, ich setzte sie zu Hause ab und fuhr weiter zum Tier­arzt. Später wollten wir uns dann auf einer Wiese treffen, damit Snoopy Ginger auf neu­tralem Boden ken­nen­lernen konnte.
Der Tier­arzt war sehr nett und schaute sich Snoopy gründ­lich an. Er wäre kern­ge­sund, er höre le­dig­lich etwas Glu­ckern im Darm. Ich er­zählte von dem Durch­fall und bekam ein Röhr­chen für eine Probe mit, für den Fall, dass der Durch­fall bis morgen an­hielte. Bis jetzt ist keine Bes­se­rung zu er­kennen. Snoopy wirkt glück­li­cher­weise ganz ge­sund und nicht ir­gendwie apa­thisch. Hof­fent­lich ist bis morgen alles vorbei. Dann findet näm­lich die Flat-Welpengruppe statt. Darauf freue ich mich schon sehr und auch der Tier­arzt fand es gut, dass ich zu­sätz­lich zur „nor­malen“ Wel­pen­gruppe noch in eine spe­zi­elle Flat-Gruppe gehen. Er ist der Ansicht, dass sich die Er­zie­hung eines Flat etwas von der an­derer Re­triever un­ter­scheidet.
Heute habe ich auch mit den Klicker-Training be­gonnen. Snoopy wurde mit dem Kli­cken be­kannt ge­macht und kon­di­tio­niert, so dass er das Klick-Klack-Geräusch mit der Gabe von Le­cker­chen ver­knüpft. Na­tür­lich ist es für die ernst­hafte Hunde-Erziehung noch zu früh, aber ein paar spie­le­ri­sche Klicker-Übungen sollten ihn mental ein biss­chen auslasten.

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Weiterbildungsmaßnahmen

Früher, zu Shadows Zeiten, ist es bis­weilen vor­ge­kommen, dass mein Vater im Wohn­zimmer fern­ge­sehen hat und „Lassie“ lief. „Shadow, Schul­fern­sehen!“, hat er dann ge­rufen, Shadow kam er­freut und fröh­lich we­delnd an­ge­rannt (fand Fern­sehen aber per se doof) und ich fand das immer sehr lustig. Auch heute noch muss ich dar­über schmun­zeln, wenn mir der Name „Lassie“ über den Weg läuft.

Ges­tern hin­gegen habe ich mich wei­ter­ge­bildet, zu­sammen mit meiner Mutter stat­tete ich Martin Rütter einen Be­such ab. Zu meinem Ge­burtstag hatte ich ein Ti­cket zu „Der tut nix“ be­kommen und ges­tern war es dann so­weit. Zu­sammen mit Un­mengen von so­ge­nannten „Hun­de­men­schen“ haben wir den ganzen Abend über herz­haft ge­lacht. Es war eine wirk­lich ge­lun­gene Show und wir hatten viel Spaß.

Da Martin Rütter nach der Show noch Au­to­gramme ver­teilt und ich einen, wie ich fand, zu dem, was er in seinen Shows und Sen­dungen ver­mit­telt, sehr pas­senden Peanuts-Cartoon kannte, be­schloss ich ihm diesen Car­toon zu schenken. Zu­sätz­lich be­waff­nete ich mich mit einem Buch zum Si­gnieren und auch Kathi hatte einen Au­to­gramm­wunsch. Als ich dann in der langen Schlange stand und darauf war­tete, dass ich an der Reihe sei, wollte ich et­liche Male kneifen. Es war mir pein­lich, ihm etwas schenken zu wollen, nie­mand sonst hatte ein Ge­schenk dabei, zu­min­dest habe ich keines ge­sehen. Was, wenn er es blöd fände? Dann hatte ich Angst, ihn um die Au­to­gramme zu bitten, ich schwankte zwi­schen dem be­rühmten „Fight or Flight“, je­den­falls hatte mein Sym­pa­thikus in diesem Mo­ment deut­lich die Ober­hand. :mrgreen: Ir­gend­wann stand ich also diesem Mann ge­gen­über, der viel jünger wirkte, als auf der Bühne. Mit einem un­ver­ständ­lich leise ge­mur­melten „Darf ich Ihnen etwas schenken?“, legte ich den Bil­der­rahmen mit dem Car­toon auf den Au­to­gramm­tisch. Ich hatte mit vielen Re­ak­tionen ge­rechnet aber auf keinen Fall damit, dass er mich fragte, ob ich ge­wusst habe, dass er so ein Peanuts-Fan sei, dass er früher über 400 Fi­guren ge­habt und die Car­toons in deutsch und eng­lisch ge­sam­melt habe. Ich war platt und gab zu, dass ich eben­falls ein rie­siger Peanuts-Fan sei, alle Bü­cher eben­falls auf deutsch und eng­lich habe und freute mich, wie nett er mit mir plau­derte. Und sich Zeit nahm. Er er­zählte, Snoopy sei seine erste „Ver­bin­dung“ zu einem Hund ge­wesen und wie­der­holte wie sehr er die Pea­nuts mochte. Davon wusste ich vorher na­tür­lich nichts und das sagte ich ihm auch. Dann nahm er den Car­toon, legte ihn vor sich hin und las den Strip (vom 17.01.1960) in aller Ruhe und er lachte dabei. Dann sagte er, wie sehr er sich über das Ge­schenk freute. Und ich habe ge­merkt, dass er das ge­nauso meinte.

mrIch bat ihm um die Au­to­gramme, war aber so schüch­tern und vor allem nervös, dass mir nicht mehr ein­fallen wollte, was sich Kathi ge­wünscht hatte. Ich wusste, es hatte etwas mit Gin­gers Krank­heit zu tun und stam­melte ir­gendwas von Ge­sund­heit und mir fiel nicht ein, was ich ei­gent­lich sagen wollte. Hilf­reich sprang der Mann von der Se­cu­rity (links im Bild) ein und sagte „Gute Bes­se­rung“, Martin Rütter fragte mich nach Ka­this und Gin­gers Namen und schrieb einen Text auf die Au­to­gramm­karte. Dann be­dankte er sich noch einmal ganz freund­lich für das Ge­schenk und es war kein da­hin­ge­sagtes „Danke“ son­dern ein ehr­li­ches und Ernst ge­meintes. Ich stand si­cher ei­nige Mi­nuten bei ihm und hinter mir war­tete eine ewig lange Schlange von Menschen.

Mit dem Ge­fühl einen echt schönen und lus­tigen Abend ge­habt, einen total netten und gar nicht ab­ge­ho­benen Martin Rütter und mit meinem Ge­schenk ins Schwarze ge­troffen zu haben ver­ließen meine Mutter und ich die Ver­an­stal­tungs­halle. Um et­liche Ein­drücke reicher.

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Pfingsten

End­lich komme ich dazu, über unser Pfingsten zu Bloggen. Es ist viel pas­siert in den drei Tagen, aber der Reihe nach.

DarcyZu­erst waren wir bei „un­serer“ (sie ge­hört na­tür­lich nicht uns :)) Züch­terin und der hof­fent­lich (Daumen ganz fest drü­cken bitte!) Mutter un­seres Welpen in spe zu Be­such. Es war ein schöner Nach­mittag und was mich wirk­lich zu­ver­sicht­lich und glück­lich ge­macht hat ist, dass ich mir die Farbe des Wel­pen­bänd­chens aus­su­chen durfte. Mir ist klar, dass das na­tür­lich nur sym­bo­li­schen Cha­rakter hat, denn je nach An­zahl der schwarzen Rüden weiss man ja vorher nicht, wel­cher letzt­end­lich bei einem ein­zieht. Nun zähle ich die Tage bis zum er­rech­neten Ge­burts­termin (es sind noch 17 oder 18) und denke im­merzu an das Welpenbändchen.

Später haben wir dann den letzten und schwie­rigsten Teil un­seres Ar­beits­zim­mers wel­pen­si­cher ge­macht und aus­ge­mistet. Nun sieht das Zimmer toll aus und ich werde je­desmal stolz, wenn ich es be­trete. Die ganze Ak­tion hat si­cher 8 Stunden ge­dauert, al­leine für das Neu­ver­legen und Be­schriften der Kabel (das war echt drin­gend nötig!) habe ich eine ge­fühlte Ewig­keit ge­braucht. Unser nächstes Pro­jekt ist üb­ri­gens die Küche, auch wieder in meh­reren Teilen.

Der Rest des Wo­chen­endes war mit Ge­burts­tagen „voll­ge­stopft“. Es ist un­glaub­lich, wie­viele Leute (und nun auch die Welpen einer an­deren Züch­terin) zwi­schen dem 18.-20. Mai Ge­burtstag haben. An zwei dieser Ge­burts­tage habe ich teil­ge­nommen. Bei meinem Bruder waren unter an­derem Agnes und Pluto zu Be­such, so dass ich mich weiter im Hun­destrei­cheln üben konnte und darin, einen ver­fres­senen Hund davon ab­zu­halten, Ham­burger zu klauen.

An meinem Ge­burtstag habe ich dann sehr viele Hun­de­ge­schenke be­kommen, manche, die dazu ge­eignet sind mich hun­defit zu ma­chen (Bü­cher), an­dere, die mich auf die Hun­de­hal­tung im All­ge­meinen ein­stimmen (Hör­buch, DVD, Ein­tritts­karte), wieder an­dere, die die Woh­nung wel­penfit ma­chen (Fuß­matte, Werkelkram-Unterbring-Tisch und –Schrank). So lassen sich die un­end­lich er­schei­nenden Tage bis zur Ge­burt hof­fent­lich wirksam über­brü­cken. :) Dann habe ich noch einen un­de­fi­nierten Gut­schein er­halten, der eben­falls etwas mit dem Welpen zu tun haben muss, denn ich darf ihn erst ein­lösen, „wenn es mit dem Hund klappt“. Mein schönstes Ge­schenk, ich hoffe, das nimmt mir jetzt nie­mand übel, war je­doch das sym­bo­li­sche Wel­pen­bänd­chen.
Jeder Be­su­cher wurde dazu ge­nö­tigt, das in fri­schem Glanz er­strahlte Ar­beits­zimmer zu loben, was auch brav getan wurde. Im Nach­hinein war mir diese Ak­tion zwar ein biss­chen pein­lich, aber ich denke, alle konnten meinen Stolz ver­stehen.
Auch an meinem Ge­burtstag hatte ich die Ge­le­gen­heit einen Hund zu strei­cheln (Ginger). Leider geht es ihr nicht gut, so dass Kathi und Ginger nicht allzu lange bleiben konnten und nachts noch in die Tier­klinik fahren mussten.

Ges­tern waren Kathi, Ginger und ich dann nochmal beim Tier­arzt (so konnte ich meinen zu­künf­tigen Tier­arzt sogar schonmal ken­nen­lernen) und wie es aus­sieht, nä­hert man sich langsam der Dia­gnose. Es waren di­verse Dinge ver­mutet worden (Magen-Darm-Infekt, Über­säue­rung des Ma­gens, chro­ni­sche Gas­tritis, etc.) aber der­zeit wird sie mit Cor­tison auf eine chro­ni­sche Pan­krea­titis be­han­delt, zu­min­dest so lange, bis die ent­spre­chenden Blut­werte vor­liegen. Hof­fent­lich geht es ihr bald wieder besser.

So­viel also zu Pfingsten. Je­den­falls kann man nicht be­haupten, dass es lang­weilig ge­wesen wäre…

Darcy

Wie lange noch?

 

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Moose Content

Kathi hat sich von meinem Embargo-Verstoß in­spi­rieren lassen und Ginger eben­falls einen Elch (Promo-Link) ge­kauft. Als elch­freund­li­cher Haus­halt be­grüßen wir das na­tür­lich. Ich fürchte nur, die Halt­bar­keit dieses El­ches liegt bei we­niger als einem Tag.

[Edit (09.03.2013):] Der Elch lebt noch.

Ginger und Elch

Foto von Kathi

 

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Clickern üben

Verschiedene Clicker

Ver­schie­dene Cli­cker, Quelle: Elf, Li­zenz: Crea­tive Commons

Das Clicker-Training (oder Kli­cker­trai­ning) ba­siert auf der Be­stär­kung po­si­tiver Ver­hal­tens­weisen. Seit ich vor ein paar Jahren von dieser Me­thode ge­hört habe in­ter­es­siert und fas­zi­niert sie mich. Beim Kli­ckern fun­giert der Cli­cker (so eine Art Knack­frosch) als Marker, das heisst, das Tier be­kommt un­mit­telbar nach der ge­wünschten Ver­hal­tens­weise per Klick mit­ge­teilt, dass es etwas richtig ge­macht hat und nun eine Be­loh­nung er­hält. So er­kennt das Tier (je nach Ti­ming des Kli­ckernden) ziem­lich genau, welche Ver­hal­tens­weise er­wünscht ist und be­lohnt wird. Im Ge­gen­satz dazu würde die al­lei­nige Gabe von Le­cker­chen dem Hund diese In­for­ma­tion vor­ent­halten, da er schon nach we­nigen Se­kunden die Ver­knüp­fung zu der be­lohnten Ver­hal­tens­weise nicht mehr her­stellen kann. Eine Al­ter­na­tive zum Cli­cker ist ein Mar­kie­rungs­wort wie „Fein“, doch das aus­ge­spro­chene Wort ist dem Cli­cker da­hin­gegen un­ter­legen, dass es je nach Sim­mung des Spre­chenden un­ter­schied­lich klingt, der Cli­cker aber immer gleich. Viele Tiere er­kennen die Stim­mung ihres Men­schen an der Stimme (die Wort­ver­wandt­schaft erklärt’s) und sie werden un­si­cher, wenn ein Lob nicht auch mit ent­spre­chend fröh­li­cher Stimme aus­ge­spro­chen wird.

Da ich neu­gierig war, musste ich das Cli­ckern man­gels Hund mit Ka­this Hündin Ginger üben. Ginger hat große Angst vor mir, sie hat in ihrem Vor­leben si­cher ei­niges mit­ge­macht, also setzte ich mich zum Üben auf den Boden um ihr nicht zu be­droh­lich zu er­scheinen. Dabei habe ich sie le­dig­lich mit dem Cli­cker ver­traut ge­macht, ihr ge­zeigt, dass auf ein „Click“ immer eine Be­loh­nung folgt. Dabei muss diese Be­loh­nung nicht zwangs­läufig aus Futter be­stehen. Al­ter­na­tiven sind ein Spiel­zeug, dass das Tier gerne mag, ein be­liebtes Spiel, das Los­lassen von der Leine, Strei­cheln, Dinge eben, die den Hund be­geis­tern. Bei Ginger bin ich be­dingt durch ihre Angst auf die Le­cker­chen be­schränkt. Mit meinen ersten Clicker-Versuchen bin ich je­den­falls zu­frieden, Ginger hat sich nach kurzer Zeit schon beim „Click“ nach dem Le­cker­chen um­ge­schaut. Gute Vor­aus­set­zungen für die nächste Trai­nings­stunde.
Da beim Cli­ckern häufig ei­ni­ger­maßen viele Le­ckerlis den Be­sitzer wech­seln sollte man üb­ri­gens auf eine zu­cker­freie Be­loh­nung achten und die Le­cker­chen von der nächsten Mahl­zeit ab­ziehen, damit das Tier nicht mop­pelig wird.

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