Begleithunde– und andere Kurse

Nachdem Snoopy sich in der letzten Woche schon deut­lich besser durch Dis­teln, an­dere Hunde, denen er nicht zu nahe kommen durfte, und ver­stopfte Ohren ge­kämpft hatte, muss ich den Be­gleit­hun­de­kurs sowie die Er­zie­hungs– und Be­schäf­ti­gungs­gruppe nun leider bis auf Wei­teres leider auf Eis legen. Seit etwa 5 Wo­chen bin ich ge­sund­heit­lich stark an­ge­schlagen und nun ist der Punkt er­reicht, wo es ein­fach nicht mehr geht. Mit Aus­nahme von Sno­opys Ge­burtstag am nächsten Samstag und der Pfos­ten­schau* am Tag da­nach, werde ich alle aus­wär­tigen Ter­mine, vor allem die, zu denen ich selber fahren muss, ab­sagen. Es muss sich nie­mand Sorgen ma­chen, dass Snoopy da­durch zu kurz kommt. Außer der aus­fal­lenden Hun­de­kurse bleibt für ihn alles beim Alten, zu­sätz­lich haben wir ein paar wei­tere Trai­nings­ein­heiten ein­ge­baut, um die ver­passten Kurse nach­zu­ar­beiten. Und wenn am Ende des Mo­nats alle ge­planten Un­ter­su­chungen ab­ge­schlossen sind und keine wei­teren hin­zu­kommen, kann end­lich mit der Be­hand­lung von dem be­gonnen werden, was auch immer mich so aus den Schuhen haut. Und dann ist es vorbei mit „Schulfrei“.

Was ich auf jeden Fall immer wieder be­merke, Snoopy ist ein­fach die beste Me­dizin. Gegen alles!

 

* Eine Pfos­ten­schau ist eine Art Pro­be­aus­stel­lung (im kleinen Kreis), bei der es um nichts geht und die es einem er­laubt, ein­fach mal zum Testen an einer Hun­deshow teil­zu­nehmen. Die Er­geb­nisse werden weder in den Pa­pieren ein­ge­tragen noch ver­öf­fent­licht (glaube ich zu­min­dest). An­sonsten ist alles so wie auf einer rich­tigen Aus­stel­lung mit Rich­tern, Ur­kunden und ner­vösen Hun­de­füh­rern. Amely und Snoopy werden am Sonntag daran teil­nehmen und wir werden schauen, wie sich die beiden schlagen. Für Karin ist eine solche Be­ur­tei­lung zu­sammen mit HD– und ED-Röntgenbefunden (Hüft­ge­lenks– und Ell­bo­gen­dys­plasie, Dys­plasie = Fehl­bil­dung), We­sens­test, Form­wert und Er­geb­nissen von z. B. Dum­my­prü­fungen (Working Tests) ein gutes Feed­back über die Qua­lität des Wurfs. Diese Nach­weise sind wichtig für die wei­tere Wurf­pla­nung, denn schließ­lich sollen nur ge­sunde und ras­se­ty­pi­sche Ver­treter als Zucht­hunde ein­ge­setzt werden.

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Lebensaufgabe

Leider konnte ich ges­tern krank­heits­be­dingt nicht an der Schnüf­fel­stunde teil­nehmen, was mir ex­trem schwer­ge­fallen ist. Hür­den­rennen mit Ge­ruchs­un­ter­schei­dung war an der Reihe, doch mein ge­sund­heit­li­cher Zu­stand ließ eine Teil­nahme beim besten Willen nicht zu.
Heute ging es mir besser und so nahmen Snoopy und ich an einem Anti-Giftköder-Training teil. Das Se­minar war sehr in­ter­es­sant und die Übungen klappten auch alle recht gut, doch scheint dieses Trai­ning eine Le­bens­auf­gabe zu sein. Ziel des Trai­nings ist folgendes:

  1. Hund findet etwas zu fressen
  2. Hund meldet Hun­de­führer seinen Fund durch an­stupsen (den Hun­de­führer, nicht das Fressen)
  3. Hund läuft zu­rück zur Fund­stelle und setzt sich vor das Ob­jekt der Begierde
  4. Hun­de­führer be­lohnt Hund fürst­lich und ent­sorgt was auch immer er ge­funden hat

Gut. In einer Hun­de­schule, wo die Hunde sogar das Ap­por­tieren von Würst­chen lernen ist si­cher alles mög­lich. Wie lange wir al­ler­dings dazu brau­chen, bis Snoopy das drauf hat, steht in den Sternen. Je­den­falls wurde das Ge­samt­ziel auf viele kleine und gut durch­zu­füh­rende Übungen auf­ge­teilt, die später schritt­weise zum großen Ganzen zu­sam­men­ge­fügt werden. Viel später!

Nun heißt es also üben, üben, üben. Und wenn es nicht klappt, dann wird auf die ge­rade frisch er­lernte Straf­maß­nahme zu­rück­ge­griffen. Quasi die fürch­ter­lichste Waffe seit der Er­fin­dung des Hundes.

  1. Kom­mando geben
  2. Hund hört nicht?
  3. In­ner­lich bis 10 zählen (später weniger).
  4. Tolles Le­cker­chen vor die Schnüf­fel­nase halten.
  5. Le­cker­chen mit dem Kom­mentar „Schade!“ wieder ein­ste­cken. Dabei ver­su­chen nicht allzu scha­den­froh zu klingen. (Das ist der schwie­rigste Teil!)
  6. Trai­ning bzw. Be­schäf­ti­gung mit dem Hund für eine Mi­nute aussetzen.

Fies oder? Aber er­staun­lich wir­kungs­voll. Noch nie habe ich Snoopy so oft seufzen hören.

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Go Trail!

Snoopy ent­wi­ckelt sich zum echten Schnüf­fel­hund. Heute war das Man­trai­ling an der Reihe. Aus­ge­stattet mit ge­tra­genen Klei­dungs­stü­cken, einem Such-Halstuch und einer 5 m langen Schlepp­leine wurden Per­sonen ge­sucht, die sich durch’s Un­ter­holz ge­schlagen haben. Bevor es los­ging we­delte die zu su­chende Person mit einem Su­per­le­cker­chen vor Sno­opys Nase herum, um ihn an­zu­sta­cheln. Dann lief sie zu ihrem Ver­steck, wo sie mit eben­diesem Le­cker­chen war­tete. Snoopy bekam seine Suchen-Ausstattung an­ge­legt, sie diente ihm als Si­gnal, dass er jetzt su­chen darf, quasi eine Art von Ar­beits­klei­dung. Vor die Schüf­fel­nase wurde das ge­tra­gene Klei­dungs­stück ge­legt (das Snoopy bei der Ge­le­gen­heit auch di­rekt mit­nahm) und dann die Spur ver­folgt. Wie schon letzte Woche legte Snoopy ein ziem­li­ches Tempo vor und aus­ge­stattet mit einer or­dent­li­chen Er­käl­tung hatte ich meine liebe Mühe, ihm zu folgen. Doch wir sind immer zum Ziel ge­kommen. Beim ersten Ver­such noch etwas un­si­cher aber ab dem zweiten Mal richtig gut. Der dritte und vierte Ver­such waren dann nur noch als sou­verän zu be­zeichnen. Und Snoopy hatte einen Wahn­sinns­spaß bei der Sache. Ein­fach toll! Jetzt liegen der Meis­ter­schnüffler und Frau­chen total er­le­digt im Wohn­zimmer rum und er­holen sich von der Stal­kerei. Nächste Woche ist leider schon der letzte Termin des Schnup­per­kurses. Mal sehen, ob sich die Ge­le­gen­heit bietet, die Na­sen­ar­beit weiter zu betreiben.

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Immer der Nase nach

Sollte je­mandem ein Wiener Würst­chen oder eine Ecke Gouda ent­laufen oder an­der­weitig ab­handen kommen, möge er sich bei mir melden. Snoopy wird den Aus­reißer / Ent­führten finden.
Ich kann immer noch nicht glauben, mit wel­cher Si­cher­heit er die Schlepp**- und Sprüh­fährten* heute Nach­mittag er­folg­reich und mit einem Af­fen­zahn (das ist echt Leis­tungs­sport, also für mich) er­schnüf­felt und ver­folgt hat. Das war mehr als be­ein­dru­ckend. Und da Snoopy im Mo­ment dem Dum­my­trainig nichts ab­ge­winnen kann, außer groben Unfug zu ma­chen, haben wir jetzt auf jeden Fall eine Al­ter­na­tive, an der er mit min­des­tens ge­nauso viel Spaß und Ar­beits­eifer dabei ist.
Der Nasenarbeits-Schnupperkurs ist echt toll. Nächste Woche steht das Man­trai­ling auf dem Pro­gramm, hier kann Snoopy seine Ta­lente als Stalker unter Be­weis stellen. Ich werde mir Roll­schuhe an­ziehen und mich ein­fach ziehen lassen, statt wie heute hinter Snoopy her­zu­rennen. *röchel*

Hundeyoga: Zusammenstoß mit einem Mammut

Hun­deyoga: Zu­sam­men­stoß mit einem Mammut

Je­den­falls sind wir bannig stolz auf unser Fus­sel­tier. Wir hatten richtig viel Spaß. Und nach 2 Stunden Hun­de­schule ist Snoopy auch an­ge­messen erledigt…

 

*Sprüh­fährte: „Aro­ma­ti­siertes“ Wasser wird auf den Boden ge­sprüht. Das Aroma kann bei­spiels­weise Le­ber­wurst, Fisch­paste oder auch in Wasser ein­ge­weichter Pansen etc. sein. Eine solche Fährte kann auch ein paar Stunden oder sogar Tage alt sein, der Hund ver­folgt sie in der Regel mit der Nase am Boden.

**Schleppe: Ein Ge­gen­stand (Dummy, Wild, Würst­chen etc.) wird an einer Schnur über den Boden ge­schleift. Die Schleppe ist in der Regel sehr frisch, der Hund kann sie mit „hö­herer“ Nase ver­folgen, da die Ge­ruchs­par­tikel noch „auf­ge­wir­belt“ in der Luft vor­handen sind und sich noch nicht zum Boden ab­ge­senkt haben.

 

PS: Nein, ich habe den Ze­cken­counter nicht vergessen.

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Schnüffel die Trüffel, Snoopy*

Ges­tern hatten wir un­seren ersten Na­sen­kurs mit Snoopy. Es ist ein so­ge­nannter Schnup­per­kurs (hihi), bei dem an jedem der vier Ter­mine ein an­derer As­pekt der Na­sen­ar­beit vor­ge­stellt wird. Und ges­tern stand die Trüf­fel­suche auf dem Pro­gramm.
Das Schöne an der Na­sen­ar­beit ist, dass es sich um eine eher ru­hige Tä­tig­keit han­delt und Snoopy, der im Mo­ment ex­trem auf sich be­we­gende Ob­jekte und dem Hin­ter­her­hetzen der­selben fi­xiert ist, nicht so auf­dreht.
Die Auf­gabe war, ein unter einem so­ge­nannten Mar­kier­teller (ein fla­cher Kegel mit ab­ge­schnit­tener Spitze) ver­bor­genes Le­cker­chen durch das Kratzen an dem Teller (Bud­del­be­we­gung) an­zu­zeigen. Ge­ar­beitet wurde al­ter­nativ mit einem Kli­cker oder der sehr schnellem Gabe der Be­loh­nung durch Lüpfen des Tel­lers ver­knüpft mit einem Freu­den­laut. (Wie gut, dass ich einen Kli­cker mit­ge­bracht hatte!)
Der erste Durch­gang klappte so gar nicht. Snoopy wollte erst un­be­dingt nur mit der Nase und ohne den Ein­satz von Pfoten zum Ziel kommen, später fand er dann den Plas­tik­teller viel span­nender und ver­suchte den zu be­kommen.
Wäh­rend wir auf un­seren zweiten Ein­satz war­teten, er­in­nerte ich Snoopy daran, dass er Pfoten hat. Das tat ich, indem ich ihn ein paarmal Pföt­chen geben ließ, hier möchte ich meinen Dank an Kathi aus­spre­chen, die ihm das beige­bracht hat. In der zweiten Runde ver­wen­dete ich au­ßerdem at­trak­ti­vere Le­cker­chen, so dass der Teller nicht mehr einen so großen Reiz auf Snoopy aus­übte. Der Damm war ge­bro­chen. Schon beim ersten Ver­such kratzte Snoopy an dem Teller und konnte am Ende der zweiten Runde schon mit dem Kom­man­do­wort „Bud­deln“ auf­ge­for­dert werden, das Le­cker­chen an­zu­zeigen.
Später wurde zu­sätz­lich zum Le­cker­chen ein Beutel mit in Watte ge­tränktem Trüf­felöl unter dem Teller ab­ge­legt, so dass der Ge­ruch als Aus­löser für das An­zeigen die Mar­kie­rung durch den Teller langsam ab­lösen sollte. Am Ende der Stunde konnte Snoopy sogar den ver­steckten Teller finden und auf das Kom­mando „Bud­deln“ auch an­zeigen. Er hat das ein­fach super ge­macht und hatte sicht­lich Spaß an der Übung.
Wir werden auf jeden Fall wei­terr­ma­chen, viel­leicht können wir ja ir­gend­wann auf Trüf­fel­suche gehen. :) Die Suche ist in Deutsch­land nicht ver­boten, doch muss der unter Na­tur­schutz ste­hende Trüffel da­nach wieder ver­bud­delt werden.
Viel­leicht, wenn ich Mitte Mai in Frei­burg bin, können wir Snoopy ja mal den Ernst­fall proben lassen.

Als großer Peanuts-Fan muss diesen Blog­ein­trag mit einem Video be­schließen. Ende Mai 1975 gab es eine Strip­serie, bei der Linus und Snoopy auf Trüf­fel­jagd gehen. Mit den Worten „Schnüffel die Trüffel“, schickt Linus Snoopy los, der so lange sucht (das sieht man im Video leider nicht), bis er Na­sen­mus­kel­kater bekommt.

 

Das Video ist leider nur auf Eng­lisch (wer es auf deutsch sehen möchte, muss bei mir vor­bei­kommen). Es ist länger als die er­wähnte Trüf­fel­such­szene, lohnt sich aber trotzdem.
Hier also, für alle Peanuts-Fans und die, die es noch werden wollen, Truffles:

Achja, egal ob Ihr Trüffel oder Eier sucht: Frohe Os­tern. :)

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Kein Mischling

Sno­opys ele­gante Er­schei­nung ist häufig An­lass für Lob und Be­geis­te­rung, oft werden wir je­doch ge­fragt, was für ein Mix Snoopy denn sei, er sei ja äu­ßerst gut ge­lungen. Die we­nigsten Leute kennen Flats, der ein oder an­dere denkt an einen La­brador– und/oder Setter-Mix. Man­chen Men­schen ist es pein­lich, einen rein­ras­sigen Hund vor ihren Hal­tern als Misch­ling be­zeichnet zu haben, wir sind da je­doch ent­spannt. Flats sind nicht allzu ver­breitet und nicht jeder kann jede Rasse kennen. Viel­mehr freuen wir uns dar­über, dass Snoopy so oft für sein freund­li­ches Wesen und seine Er­schei­nung ge­lobt wird.
In un­serer Hun­de­schule ist nun ein Hund, der eben­falls kein Misch­ling ist. Auch kein Labbi, ob­wohl die meisten ihn dafür halten. Der „schmale Labbi“ ist näm­lich ein Ca de Bes­tiar, auch als Perro de pastor mal­lor­quín eher un­be­kannt. Bis ges­tern hatten wir von dieser Rasse auch noch nichts ge­sehen oder ge­hört, je­den­falls sind diese Hunde vom Wesen her keine Re­triever, egal wie­viel Ähn­lich­keit sie im Aus­sehen mit Labbis haben. (Für die Halter haben sie über­haupt keine!)
Je­den­falls haben wir uns ges­tern auch an­ge­messen bla­miert, als wir den schönen „Labbi“ lobten. Aus­glei­chende Ge­rech­tig­keit würde ich sagen…

Achja, hier kann sich jeder seine ei­gene Mei­nung bilden: Ca de Bes­tiar (Bildersuche)

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Urlaub im Hundeparadies

Un­sere Hun­de­trai­nerin hat uns auf die Idee mit Ter­schel­ling ge­bracht. Diese hol­län­di­sche Nord­see­insel ist wirk­lich ein Hun­de­pa­ra­dies. Am ge­samten Strand und überall im Wald dürfen Hunde frei her­um­laufen. Auch in den Dünen laufen die Hunde ohne Leine, ob­wohl es of­fi­ziell nicht er­laubt ist, es wird al­ler­dings geduldet.

Schon auf der Fähre war uns klar, dass die Insel hun­de­freund­lich sein muss. Etwa 10% der Rei­senden hatten einen oder meh­rere Hunde bei sich. Und bei der An­kunft auf Ter­schel­ling, als der Ka­pitän sein Horn er­klingen ließ, da klatschten nicht die mensch­li­chen Pas­sa­giere, nein, ein viel­stim­miges Hun­de­ge­bell dankte dem Ka­pitän für die Über­fahrt. Auch Snoopy hat mit eingestimmt.

Im Hotel an­ge­kommen war­teten auf un­serem Zimmer ein Hun­de­bett und zwei Näpfe, man sagte uns mit Aus­nahme von Bett und Ses­seln dürfe Snoopy überall hin, auch in die Du­sche. Dort ist sogar eine hun­de­freund­liche Hand­brause angebracht.

Auch die In­sel­be­wohner und Be­su­cher sind alle sehr nett zu Snoopy. Als er beim Spielen mit zwei an­deren Hunden an einer Weg­kreu­zung in den Dünen nicht auf­passte und uns verlor, suchte er alle Wege ab, lief je­weils in Rich­tung der Spa­zier­gänger, er­kannte, dass es die fal­schen waren und nahm sich den nächsten Weg vor. Auf der rich­tigen Spur an­ge­kommen bekam er dann von allen Leuten im Um­kreis Jubel und Ap­plaus gespendet.

Uns so ge­nießen wir bei traum­haften März­wetter un­seren Ur­laub. Gut, die Mu­seen lassen wir aus, für sowas ist Snoopy noch zu un­ruhig, aber dafür er­leben wir mit ihm jeden Tag etwas Neues, Sand, Strand, Meer, Watt und Dünen. Au­ßerdem trifft er jede Menge Hunde, die ihn nur zu gerne in ein Spiel ver­wi­ckeln. Und was das Beste ist: jeder ein­zelne Hund, der uns bisher be­gegnet ist, hört ent­schieden schlechter als unser großer kleiner Kerl. Snoopy, unser pu­ber­tie­render Rüpel ohne Beinchen-Hebe-Ambitionen, hört wie eine Eins. Das macht uns na­tür­lich stolz! Und wie!

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Ein Hund geht aus

Was habe ich mir ges­tern für Sorgen ge­macht, dass das Essen Gehen mit Hund in einer Ka­ta­strophe endet. Ich habe mir vor­ge­stellt, er würde den ganzen Abend fiepen, jaulen und bellen, ins Re­stau­rant pin­keln (oder schlim­meres), un­ruhig am Tisch hin und her­wu­seln oder diesen An­knab­bern. Doch das Schicksal meinte es gut mit uns und schickte eine 10 1/2 Wo­chen alten Aus­tra­lian She­pherd Hündin (Momo) vorbei, mit der Snoopy vor dem Re­stau­rant­be­such aus­giebig toben konnte. Im Re­stau­rant an­ge­kommen knab­berte er erst kurz am mit­ge­brachten Kong um dann seelig ein­zu­schlafen. Braver Snoopy!

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Heute stand dann eine Rund­reise mit dem Öf­fent­li­chen Personen-Nahverkehr auf dem Pro­gramm. Es klappte super. Snoopy war furchtlos und ge­lassen. Ent­spannt legte er sich in Bus und Bahn unter oder knapp vor den Sitz und schaute ein biss­chen durch die Ge­gend. Er war wirk­lich ein vor­bild­li­cher kleiner Pas­sa­gier. Le­dig­lich das Aus­steigen be­rei­tete ihm Pro­bleme, da er den Über­gang zu­wi­schen Fahr­zeug und Bord­stein– bzw. Bahn­steig­kannte nicht so richtig ein­schätzen konnte. „Bergab“-Hüpfen traut er sich noch nicht so.

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Abends war dann die Lei­terin der Wel­pen­gruppe zu Be­such, schaute sich Sno­opys Wohn­um­feld an und be­ant­wor­tete ge­fühlte 1000 Fragen. Mit der Woh­nung ist fast alles ok, sie emp­fahl le­dig­lich einen Tep­pich. Den hatten wir eh schon auf dem Radar und so wurde der be­reits aus­ge­suchte Läufer um­ge­hend be­stellt. Wir be­kamen wert­volle Tipps, vor allem für dem Um­gang mit Snoopy, wenn er seine „wilden Zeiten“ hat. Hier ist er näm­lich wirk­lich nicht zu bän­digen, was zu schmerz­haften Ver­let­zungen an Haut, Klei­dung und Mö­beln führt. Letzt­end­lich stellte sich heraus, dass Snoopy zu wenig schläft (11 oder 12 Stunden statt den 15–20 für einen Welpen in seinem Alter an­ge­mes­senen Stunden) und wir lernten, wie wir seine Über­dreht­heit (durch Über­mü­dung!) in einen fried­li­chen Schlaf um­leiten können. Dass das Ganze mit einem Fiep– und Jaul­kon­zert ein­her­geht fühlt sich zwar für uns nicht gut an (er fühlt sich be­drängt, wir tun ihm nicht weh, strafen ihn nicht und schrein ihn auch nicht an oder so), aber der Er­folg spricht für sich. 10 Mi­nuten später schläft der kleine Wild­fang tief und fest. Und den Schlaf braucht er drin­gend um die vielen neuen Ein­drücke zu verarbeiten.

Morgen steht wieder die Flat-Gruppe auf dem Pro­gramm und da­nach ist erstmal 1 1/2 Tage Er­ho­lung für das kleine Pelz­knäuel angesagt.

 

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Alles wieder gut ohne Pansen

Durch Sno­opys Be­such beim Tier­arzt bin ich über­haupt nicht zum Schreiben ge­kommen. Ich hatte be­schlossen Sno­opys Früh­stück aus­fallen zu lassen bevor ich mit ihm er­neut zum Tier­arzt fahren würde. Vor der Fahrt übergab sich Snoopy auf un­sere Fuß­matte vor dem Balkon, was mich in meiner Ent­schei­dung zum Tier­arzt zu fahren noch be­stärkte. Das Auf­nehmen der Probe ge­stal­tete sich man­gels Kon­sis­tenz als sehr schwierig, aber wir konnten trotzdem noch etwas Flüs­sig­keit ein­sam­meln.
Beim Tier­arzt war es richtig leer und so hatte er viel Zeit für uns. Nach einem Schnell­test war klar, Snoopy hatte nicht die be­fürch­teten, nicht mit der Wurmkur zu eli­mi­nie­renden Pa­ra­siten (Gi­ar­dien), die sich die Welpen in der Um­ge­bung ein­ge­fangen hatten. Das wäre schlimm ge­wesen, denn sonst hätte Snoopy für ge­raume Zeit nicht in eine Wel­pen­gruppe gehen können. So sollte der kleine Ra­cker le­dig­lich einen Tag Schon­kost be­kommen und in der nächsten Zeit kein rohes Fleisch, vor allem aber keinen Pansen essen, von dem er sich einen Keim ein­ge­fangen hatte. Snoopy bekam drei Spritzen, gegen Er­bre­chen und Durch­fall sowie ein An­ti­bio­tikum.
Nach dem Tier­arzt­be­such stand ich nun vor dem Pro­blem, dass ich für Snoopy Schon­kost ein­kaufen musste. Mit ins Le­bens­mit­tel­ge­schäft konnte ich ihn nicht nehmen, al­leine lassen ging ja auch nicht. Ich brauchte aber Hähn­chen­fleisch. Möhren, Kar­tof­feln und Reis hatte ich glück­li­cher­weise zu Hause. Ich spielte mit dem Ge­danken ein Ge­schäft auf­zu­su­chen und ir­gend­je­manden zu bitten, mir das Hähn­chen­fleisch zu be­sorgen. Als ich aber dort ankam schlief Snoopy so fest in Ka­this Trans­portbox, dass ich be­schloss es auf einen Ver­such an­kommen zu lassen und kurz in den Laden zu sprinten. Als ich zu­rück zum Wagen kam hatte die Fell­nase nicht einmal be­merkt, dass ich weg­ge­wesen war.
Wieder zu Hause be­ging ich den Kar­di­nal­fehler. Nach dem Ko­chen der Möhren fing ich das Wasser auf und gab es Snoopy zu trinken, da ich ihn nach dem großen Flüs­sig­keits­ver­lust ani­mieren wollte zu trinken. Er trank. Reich­lich. Von dem Mo­ment an ent­wi­ckelte er sich zum Durch­lauf­er­hitzer. Ich habe noch nie einen Hund so oft und so viel pin­keln ge­sehen. Der Tag ent­wi­ckelte sich zum Stress­test, ich kam aus dem Hund zur Haupt­ge­schäfts­stelle und wieder zu­rück tragen und dem Auf­wi­schen der ganzen Pfützen in der Woh­nung gar nicht mehr heraus. Spät abends war der Fluch dann vorbei.
Auf dem Abend­spa­zier­gang be­geg­nete Snoopy dann seinem ersten „Kampf­hund“, einem Rott­weiler/Staf­fordshire–Misch­ling. Nachdem Snoopy seine Kriegs­be­ma­lung fertig auf­ge­legt hatte, spielten beide mit­ein­ander. Dabei passte das Herr­chen des Misch­lings auf, dass es sein Hund nicht zu bunt trieb.

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Später traf Snoopy noch auf Coco und fing sich ein tiefes Grum­meln ein. Wir quat­schen noch mit Cocos Frau­chen und sie lud uns zum Montag bis Don­nerstag statt­fin­dendem Hun­de­treffen im na­he­ge­le­genen Park ein.
Für die Nacht be­fürch­tete ich das Schlimmste, aber Snoopy schlief bis nach 4 Uhr durch. Da­nach pennte ich noch bis halb 8 weiter, wäh­rend Snoopy seinen Och­sen­ziemer kaute und später eben­falls ein­schlief.
Heute ist von Sno­opys Durch­fall gar nichts mehr zu merken und er pie­selt auch wieder in einem nor­malen Rahmen. Wir freuen uns auf die auf morgen ver­scho­bene Flat-Welpengruppe. Am Samstag findet dann un­sere erste nor­male Wel­pen­gruppe statt. Ich bin schon sehr ge­spannt, was uns erwartet.

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