Immer der Nase nach

Sollte je­mandem ein Wiener Würst­chen oder eine Ecke Gouda ent­laufen oder an­der­weitig ab­handen kommen, möge er sich bei mir melden. Snoopy wird den Aus­reißer / Ent­führten finden.
Ich kann immer noch nicht glauben, mit wel­cher Si­cher­heit er die Schlepp**- und Sprüh­fährten* heute Nach­mittag er­folg­reich und mit einem Af­fen­zahn (das ist echt Leis­tungs­sport, also für mich) er­schnüf­felt und ver­folgt hat. Das war mehr als be­ein­dru­ckend. Und da Snoopy im Mo­ment dem Dum­my­trainig nichts ab­ge­winnen kann, außer groben Unfug zu ma­chen, haben wir jetzt auf jeden Fall eine Al­ter­na­tive, an der er mit min­des­tens ge­nauso viel Spaß und Ar­beits­eifer dabei ist.
Der Nasenarbeits-Schnupperkurs ist echt toll. Nächste Woche steht das Man­trai­ling auf dem Pro­gramm, hier kann Snoopy seine Ta­lente als Stalker unter Be­weis stellen. Ich werde mir Roll­schuhe an­ziehen und mich ein­fach ziehen lassen, statt wie heute hinter Snoopy her­zu­rennen. *röchel*

Hundeyoga: Zusammenstoß mit einem Mammut

Hun­deyoga: Zu­sam­men­stoß mit einem Mammut

Je­den­falls sind wir bannig stolz auf unser Fus­sel­tier. Wir hatten richtig viel Spaß. Und nach 2 Stunden Hun­de­schule ist Snoopy auch an­ge­messen erledigt…

 

*Sprüh­fährte: „Aro­ma­ti­siertes“ Wasser wird auf den Boden ge­sprüht. Das Aroma kann bei­spiels­weise Le­ber­wurst, Fisch­paste oder auch in Wasser ein­ge­weichter Pansen etc. sein. Eine solche Fährte kann auch ein paar Stunden oder sogar Tage alt sein, der Hund ver­folgt sie in der Regel mit der Nase am Boden.

**Schleppe: Ein Ge­gen­stand (Dummy, Wild, Würst­chen etc.) wird an einer Schnur über den Boden ge­schleift. Die Schleppe ist in der Regel sehr frisch, der Hund kann sie mit „hö­herer“ Nase ver­folgen, da die Ge­ruchs­par­tikel noch „auf­ge­wir­belt“ in der Luft vor­handen sind und sich noch nicht zum Boden ab­ge­senkt haben.

 

PS: Nein, ich habe den Ze­cken­counter nicht vergessen.

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Schnüffel die Trüffel, Snoopy*

Ges­tern hatten wir un­seren ersten Na­sen­kurs mit Snoopy. Es ist ein so­ge­nannter Schnup­per­kurs (hihi), bei dem an jedem der vier Ter­mine ein an­derer As­pekt der Na­sen­ar­beit vor­ge­stellt wird. Und ges­tern stand die Trüf­fel­suche auf dem Pro­gramm.
Das Schöne an der Na­sen­ar­beit ist, dass es sich um eine eher ru­hige Tä­tig­keit han­delt und Snoopy, der im Mo­ment ex­trem auf sich be­we­gende Ob­jekte und dem Hin­ter­her­hetzen der­selben fi­xiert ist, nicht so auf­dreht.
Die Auf­gabe war, ein unter einem so­ge­nannten Mar­kier­teller (ein fla­cher Kegel mit ab­ge­schnit­tener Spitze) ver­bor­genes Le­cker­chen durch das Kratzen an dem Teller (Bud­del­be­we­gung) an­zu­zeigen. Ge­ar­beitet wurde al­ter­nativ mit einem Kli­cker oder der sehr schnellem Gabe der Be­loh­nung durch Lüpfen des Tel­lers ver­knüpft mit einem Freu­den­laut. (Wie gut, dass ich einen Kli­cker mit­ge­bracht hatte!)
Der erste Durch­gang klappte so gar nicht. Snoopy wollte erst un­be­dingt nur mit der Nase und ohne den Ein­satz von Pfoten zum Ziel kommen, später fand er dann den Plas­tik­teller viel span­nender und ver­suchte den zu be­kommen.
Wäh­rend wir auf un­seren zweiten Ein­satz war­teten, er­in­nerte ich Snoopy daran, dass er Pfoten hat. Das tat ich, indem ich ihn ein paarmal Pföt­chen geben ließ, hier möchte ich meinen Dank an Kathi aus­spre­chen, die ihm das beige­bracht hat. In der zweiten Runde ver­wen­dete ich au­ßerdem at­trak­ti­vere Le­cker­chen, so dass der Teller nicht mehr einen so großen Reiz auf Snoopy aus­übte. Der Damm war ge­bro­chen. Schon beim ersten Ver­such kratzte Snoopy an dem Teller und konnte am Ende der zweiten Runde schon mit dem Kom­man­do­wort „Bud­deln“ auf­ge­for­dert werden, das Le­cker­chen an­zu­zeigen.
Später wurde zu­sätz­lich zum Le­cker­chen ein Beutel mit in Watte ge­tränktem Trüf­felöl unter dem Teller ab­ge­legt, so dass der Ge­ruch als Aus­löser für das An­zeigen die Mar­kie­rung durch den Teller langsam ab­lösen sollte. Am Ende der Stunde konnte Snoopy sogar den ver­steckten Teller finden und auf das Kom­mando „Bud­deln“ auch an­zeigen. Er hat das ein­fach super ge­macht und hatte sicht­lich Spaß an der Übung.
Wir werden auf jeden Fall wei­terr­ma­chen, viel­leicht können wir ja ir­gend­wann auf Trüf­fel­suche gehen. :) Die Suche ist in Deutsch­land nicht ver­boten, doch muss der unter Na­tur­schutz ste­hende Trüffel da­nach wieder ver­bud­delt werden.
Viel­leicht, wenn ich Mitte Mai in Frei­burg bin, können wir Snoopy ja mal den Ernst­fall proben lassen.

Als großer Peanuts-Fan muss diesen Blog­ein­trag mit einem Video be­schließen. Ende Mai 1975 gab es eine Strip­serie, bei der Linus und Snoopy auf Trüf­fel­jagd gehen. Mit den Worten „Schnüffel die Trüffel“, schickt Linus Snoopy los, der so lange sucht (das sieht man im Video leider nicht), bis er Na­sen­mus­kel­kater bekommt.

 

Das Video ist leider nur auf Eng­lisch (wer es auf deutsch sehen möchte, muss bei mir vor­bei­kommen). Es ist länger als die er­wähnte Trüf­fel­such­szene, lohnt sich aber trotzdem.
Hier also, für alle Peanuts-Fans und die, die es noch werden wollen, Truffles:

Achja, egal ob Ihr Trüffel oder Eier sucht: Frohe Os­tern. :)

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