Pfostenschau, eine Bilanz

Puh, das war viel­leicht ein Wo­chen­ende. Es ist un­glaub­lich wie an­stren­gend so eine Pfos­ten­schau sein kann. 39 Hunde der Rassen Golden, La­brador und Flat Coated Re­triever traten an, um die Schönsten der Schönen im Testring zu küren. Das Wetter konnte sich an­fangs nicht so richtig ent­scheiden, wech­selte aber später zu­gunsten von Or­ga­ni­sa­toren und Teil­nehmer auf Sonnenschein.

Jeder der Hunde wurde aus­giebig be­gut­achtet und be­ur­teilt. Und fo­to­gra­fiert. Das war das Schlimmste an der Aus­stel­lung, habe ich es doch jah­re­lang (um genau zu sein, seit meiner Chemo– und Cor­ti­son­the­rapie vor vielen Jahren) ver­mieden, mich von Fremden fo­to­gra­fieren zu lassen. Nun konnte ich mich aber nicht wehren und wurde ab­ge­lichtet und wer weiß, wo nun die un­vor­teil­haf­testen Fotos von mir überall im Netz auf­tau­chen. Ich glaube, ich will es lieber gar nicht erst wissen.

Tat­säch­lich war aber auch die Aus­stel­lung nichts für mich. Letzt­end­lich ist es doch so, dass man 20 € dafür aus­gibt, dass der ei­gene und somit tollste, schönste und per­fek­teste Hund aller Zeiten kri­ti­siert wird und, so habe ich es per­sön­lich emp­funden und spreche na­tür­lich nur für mich und *nie­manden* an­ders(!), im Ring „zum Affen macht“. Es war schreck­lich. Auf ge­fühlten 100 Fotos sehe ich wahr­schein­lich aus, wie, ach, ich will lieber gar nicht dar­über nach­denken, wie ich aussehe…

Snoopy je­den­falls sah toll aus und hat den dritten Platz (von 4) ge­macht und ein „sehr gut“ (kurz SG3) er­halten. Karin hat mit Amely in ihrer Klassen einen tollen ersten Platz ge­macht (vor­züg­lich, ab­ge­kürzt V1) und auch Darcy hat einen dritten Platz (V3) abgeräumt.

Um einen Ver­gleich zu er­halten, zi­tiere ich ein­fach mal Wi­ki­pedia zu diesem Thema:

Form­werte

Zur Be­ur­tei­lung der Hunde an­hand des Ras­se­stan­dards ver­fasst der Richter für jeden aus­ge­stellten Hund eine schrift­liche Kritik, die dessen Stärken und Schwä­chen be­schreibt und die auch die Form­wert­note beinhaltet.

Als Form­wert­noten sind möglich:

  • Vor­züg­lich – für Hunde, die in hohem Maße dem Stan­dard entsprechen
  • Sehr gut – für Hunde mit ei­nigen klei­neren Fehlern
  • Gut – für Hunde mit grö­ßeren Fehlern
  • Ge­nü­gend – für dem Ras­setyp ent­spre­chende Hunde, die we­sent­liche Mängel aufweisen
  • Dis­qua­li­fi­ziert – für nicht dem Ras­setyp ent­spre­chende Hunde, ag­gres­sive Hunde, Hunde mit be­stimmten erb­li­chen Feh­lern und Hunde mit dis­qua­li­fi­zie­renden Merk­malen gemäß dem je­wei­ligen Rassestandard
  • Ohne Be­wer­tung – für Hunde, die auf­grund ihres Ver­hal­tens oder an­derer Um­stände nicht ge­richtet werden können“

Dass Snoopy mit seinem, wie es der Tier­arzt so char­mant nennt, „Wat­schel­gang“ eine so gute Be­wer­tung und eine gelbe Schleife ab­stauben konnte, ist schon toll und das, ob­wohl wir uns (ok, die Schuld liegt bei mir) un­mög­lich prä­sen­tiert haben (ich sage nur, einmal und nie wieder!). Aber lest selbst:

Für sein Alter gut ent­wi­ckelter Jungrüde, vor­züg­liche Fellan­lage, etwas leich­terer Rü­den­kopf, gut an­ge­setzte dunkle Augen, kor­rekt an­ge­setzte Be­hänge, schöne Kopf­hal­tung, fester Rü­cken, lang auf­ge­rippter Brust­korb, Vor­brust muss sich noch weiter ent­wi­ckeln, etwas kurzer Oberarm, Be­we­gungen nicht ganz gleichmäßig.“

Ich habe mich sehr ge­freut, Ca­ro­line und Jenny zu treffen, sowie Cuddy und ihren Nach­wuchs, der zum Teil auf der Aus­stel­lung ver­treten war. Cuddy hat neben einem ersten Platz in ihrer Klasse auch noch die Aus­zeich­nungen „Beste Hündin“ und  „Best Flat Coated Re­triever“ , (Best of Breed, BOB) er­halten. Alles in allem war es ein er­folg­rei­cher Nach­mittag, was mich aber nicht davon ab­halten wird, meine Aus­stel­lungs­kar­riere mit diesem Event zu be­enden. Snoopy darf na­tür­lich auch gerne wei­terhin aus­ge­stellt werden, bloß nicht mit mir. :) Achja, was habe ich außer einem total er­le­digtem Hund, einer guten Be­wer­tung und einer gelben Schleife noch von der Pfos­ten­schau mit­ge­nommen? 38 Mü­cken­stiche! Kein Kommentar!

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Was ich auf keinen Fall ver­säumen möchte ist, der freund­li­chen jungen Frau, die Cuddy und ihren Sohn Dean prä­sen­tiert hat, zu danken, die mich wirk­lich sehr lieb be­ru­higt und mir Mut ge­macht hat. Das war groß­artig und hat mir sehr ge­holfen und das, wo wir doch ge­meinsam im Ring standen.

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Hundegeburtstag

IMG_4000Schön war er, der Hun­de­ge­burtstag, der drei gar nicht mehr so kleinen Ge­schwister. Nachdem Snoopy mit­tags be­reits seine Ge­schenke, einen Bas­ket­ball (jaaa, der geht nicht ins Hun­de­maul, genau!), einen Waschbär, eine pe­trolfar­bene Moxon­leine und eine rie­sige Rin­der­kopf­haut­stange aus­ge­packt hatte, konnte es los­gehen. Am Nach­mittag sind wir zu fünft nach Bur­scheid ge­fahren, um das Er­eignis zu feiern. Zu­sammen mit Karin und Afras Frau­chen sind wir vier, Afra, Amely, Darcy und Snoopy ins Grüne an einen kleinen Fluß ge­fahren und konnten dort aus­giebig plant­schen. Das Wetter war ziem­lich warm und Zwei– und Vier­beiner hatten viel Spaß. Karin hatte ein paar Hun­de­spiele vor­be­reitet und die schwarzen und das braune Monster auf die Probe ge­stellt. Snoopy hat ein­drucks­voll ge­zeigt, wozu ein Rüpel alles in der Lage ist (näm­lich zu ver­su­chen seinen Kopf durch­zu­setzen). Warum sollte man sich durch eine Gasse aus Le­cker­chen erst ab­rufen lassen, um dann die Le­cker­chen zu ge­nießen, wenn man diese auch so­fort haben kann? Warum sollte ein statt­li­cher Rüde ein rohes Ei ap­por­tieren können, wenn er viel besser damit Fuß­ball spielen kann? Nein, ein Snoopy ent­scheidet lieber selbst, wann er welche Le­cker­chen isst oder was er mit Eiern an­fängt. Es war aber auch auf­re­gend mit seinen Schwes­tern und der Mama, also hat er sein Ge­hirn im Auto ge­lassen und aus­ge­lassen den Hun­de­ge­burtstag be­gangen und war ganz und gar nicht der Mei­nung, dass ein Hund an *seinem* Eh­rentag hören sollte.

Als es daran ging, sein Ge­burts­tageis zu essen — ein Bäll­chen Scho­ko­lade — war er wieder ganz er selbst, ein ver­fres­sener Flat. Dreimal wurde ge­leckt, dann die Eis­kugel in voller Größe her­un­ter­ge­schluckt. Da­nach leckte er sich aus­giebig die Lippen und tat so, als hätte er auch nur ir­gend­etwas schme­cken können. Wenn es nicht Tra­di­tion wäre, Hun­de­ge­burts­tage mit einer Kugel Scho­koeis zu be­gehen, würde ich ihn nächstes Jahr ein­fach mit einem Eis­würfel ab­speisen. Nach dem Eis gab es noch Ge­schenke, ein 500 g-Dummy in Bänd­chen­farbe, also in blau für Snoopy, mit seinem Namen darauf. Das war wirk­lich eine schöne Überraschung.

Am Ende des Tages wurde noch ein Fa­mi­li­en­foto ge­macht und die drei Ge­schwister gingen wieder ge­trennter Wege.

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Begleithunde– und andere Kurse

Nachdem Snoopy sich in der letzten Woche schon deut­lich besser durch Dis­teln, an­dere Hunde, denen er nicht zu nahe kommen durfte, und ver­stopfte Ohren ge­kämpft hatte, muss ich den Be­gleit­hun­de­kurs sowie die Er­zie­hungs– und Be­schäf­ti­gungs­gruppe nun leider bis auf Wei­teres leider auf Eis legen. Seit etwa 5 Wo­chen bin ich ge­sund­heit­lich stark an­ge­schlagen und nun ist der Punkt er­reicht, wo es ein­fach nicht mehr geht. Mit Aus­nahme von Sno­opys Ge­burtstag am nächsten Samstag und der Pfos­ten­schau* am Tag da­nach, werde ich alle aus­wär­tigen Ter­mine, vor allem die, zu denen ich selber fahren muss, ab­sagen. Es muss sich nie­mand Sorgen ma­chen, dass Snoopy da­durch zu kurz kommt. Außer der aus­fal­lenden Hun­de­kurse bleibt für ihn alles beim Alten, zu­sätz­lich haben wir ein paar wei­tere Trai­nings­ein­heiten ein­ge­baut, um die ver­passten Kurse nach­zu­ar­beiten. Und wenn am Ende des Mo­nats alle ge­planten Un­ter­su­chungen ab­ge­schlossen sind und keine wei­teren hin­zu­kommen, kann end­lich mit der Be­hand­lung von dem be­gonnen werden, was auch immer mich so aus den Schuhen haut. Und dann ist es vorbei mit „Schulfrei“.

Was ich auf jeden Fall immer wieder be­merke, Snoopy ist ein­fach die beste Me­dizin. Gegen alles!

 

* Eine Pfos­ten­schau ist eine Art Pro­be­aus­stel­lung (im kleinen Kreis), bei der es um nichts geht und die es einem er­laubt, ein­fach mal zum Testen an einer Hun­deshow teil­zu­nehmen. Die Er­geb­nisse werden weder in den Pa­pieren ein­ge­tragen noch ver­öf­fent­licht (glaube ich zu­min­dest). An­sonsten ist alles so wie auf einer rich­tigen Aus­stel­lung mit Rich­tern, Ur­kunden und ner­vösen Hun­de­füh­rern. Amely und Snoopy werden am Sonntag daran teil­nehmen und wir werden schauen, wie sich die beiden schlagen. Für Karin ist eine solche Be­ur­tei­lung zu­sammen mit HD– und ED-Röntgenbefunden (Hüft­ge­lenks– und Ell­bo­gen­dys­plasie, Dys­plasie = Fehl­bil­dung), We­sens­test, Form­wert und Er­geb­nissen von z. B. Dum­my­prü­fungen (Working Tests) ein gutes Feed­back über die Qua­lität des Wurfs. Diese Nach­weise sind wichtig für die wei­tere Wurf­pla­nung, denn schließ­lich sollen nur ge­sunde und ras­se­ty­pi­sche Ver­treter als Zucht­hunde ein­ge­setzt werden.

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Familienbesuch

Können zwei Hunde 4 Stunden lang fast un­un­ter­bro­chen mit­ein­ander spielen? Sie können! Schön war er, unser Be­such bei Karin, Mama Darcy, Schwester Amely und Onkel Balou… Und am nächsten Wo­chen­ende sehen wir uns schon wieder, zum 1. Hun­de­ge­burtstag. Und dann ist Afra aka Mampf­maus auch mit von der Partie.

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Fiese Blutsauger

Snoopy ist das reinste Ze­ck­en­taxi. Kaum läuft er ir­gendwo ent­lang, heften sich die Ze­cken im Um­kreis von 100 m an ihn ran. Er würde es sogar schaffen, sich im Rein­raum Ze­cken ein­zu­fangen. Zwei bis drei dieser Biester am Tag sind normal, heute nach dem Mor­gen­spa­zier­gang habe ich sogar schon fünf Ze­cken ent­fernt. Und sie sie­deln sich mit Vor­liebe in seinem Ge­sicht, sehr gerne rund um sein Auge an, was sie zwar leicht lo­ka­li­sierbar macht, Snoopy aber al­ler­hand Ma­cken in seinem hüb­schen Ge­sicht beschert.

Karin emp­fahl mir ein Spot-On-Mittel, mit dem Snoopy be­han­delt werden könnte. Um die Schnüf­fel­nase nicht länger mit der lei­digen Pro­zedur der Ze­cken­ent­fer­nung zu quälen und vor allem na­tür­lich der Ge­fahr durch Ze­cken aus­zu­setzten, werde ich mir dieses leider ver­schrei­bungs­pflich­tige Mittel beim Tier­arzt holen. Ein Hals­band kommt nicht in Frage, da ich weder Lust habe, Snoopy am stän­digen Kratzen zu hin­dern, noch selber beim Strei­cheln, Knud­deln und Spielen dem Zeug aus­ge­setzt zu sein. Das Spot-On-Mittel hat den Vor­teil, dass es in die Haut ein­zieht und so nicht im grö­ßeren Maße oben auf dem Fell vor­handen ist.

Hof­fent­lich hilft’s!

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Familientreffen

Ach, es ist zum Mäuse melken. Schon wieder habe ich ewig nicht ge­b­loggt und es häufen sich An­fragen, Be­schwerden und vor­wurfs­volle blicke. Bei meiner letzten Blog­pause gab es sogar die Ver­mu­tung, wir hätten Snoopy ab­ge­geben. Nichts könnte we­niger der Fall sein! Wir lieben diesen Hund sehr und er würde unser Zu­hause nur über un­sere Leiche ver­lassen.
Der gar nicht mehr so kleine Kerl hat sich in der letzten Zeit den ein oder an­deren Magen-Darm-Infekt ein­ge­fangen, au­ßerdem nimmt ihn der Zahn­wechsel sehr mit, so dass er sogar eit­rige Man­deln da­von­ge­tragen hat. Auch seine Augen sind zwi­schen­durch etwas ent­zündet, dieser Ent­zün­dung können wir aber mit einer sehr guten Salbe zu Leibe rü­cken.
Eine Rönt­gen­auf­nahme wegen Sno­opys „Wat­schel­gang“ ergab aus­ge­zeich­nete Hüften und le­dig­lich eine wachs­tums­be­dingte leichte Ent­zün­dung der un­ter­schied­lich weit ent­wi­ckelten und somit un­ter­schied­lich be­las­teten Röh­ren­kno­chen. Was jetzt hier furchtbar krank klingt sind im Grunde ge­nommen nur Klei­nig­keiten, Snoopy er­freut sich bester Ge­sund­heit.
Heute hatten wir ein Fa­mi­li­en­treffen und bis auf der Papa waren alle an­we­send. Die Mama Darcy, „Onkel“ Balou, Amely, Afra (Mampf­maus) und Snoopy. Alle spielten aus­ge­lassen, so dass ich zwar viele Fotos, die aber al­le­samt in schlechter Qua­lität ge­macht habe. Snoopy und Afra haben eine frap­pie­rende Ähn­lich­keit. Afra ist ins­ge­samt etwas we­niger spiel­freudig und dafür wei­terhin ver­fres­sener als die an­deren. Snoopy hin­gegen ist wohl der ob­jekt­fi­xier­teste der drei Ge­schwister, er liebte es, sich den be­reit­lie­genden Stof­figel zu schneppen, damit her­um­zu­flitzen und sich von den an­deren ver­folgen zu lassen. Es war ein schönes Treffen und ich finde, sowas könnten wir öfter machen.

Die drei Geschwister

Snoopy mit dem Igel

 

Trink­pause

Zerr­spiele

 

Das Spiel geht weiter

Alle auf die Mama!

 

Auf einen Schluck

Mein Bruder und ich

 

Wer ist hier der Chef?

Mampf­maus in Action

 

Amelys NSA-Bewerbungsfoto

Mamp­fende Mampfmaus

 

Hände weg von meinem Rinderohr!

Wer hat ei­gent­lich mein Rinderohr?

 

Darf ich auch mal?

Mutter und Sohn

 

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Es ist… ein Rüde

Na wer bist du denn?

Ich werde ihn ‚Snoopy‘ nennen und er wird mir ge­hören. Er wird mein kleiner Snoopy sein.
Komm her, Snoopy, na komm schon kleines Sno­o­py­lein…
(Frei nach Dori)

Keine Kritik! Der Name ist über jeg­liche Kritik er­haben. Oder frei nach Walter MoersUn­vor­han­denen Winz­lingen: „Wir haben die Kritik überwunden!“

Und falls sich wer fragt warum der Name mit einem „S“ be­ginnt, Snoopy ist sein Ruf­name. In den Pa­pieren heisst er „Ama­zing Dream of Kotten Forest“.

Fast zeit­gleich mit Snoopy zieht die Mampf­maus, aka „Avanti in Ac­tion of Kotten Fo­rest“ bei Ja­nina ein. Brownie, aka „Amely of Kotten Fo­rest“ bleibt bei Karin. Küken „Afra of Kotten Fo­rest“ muss noch auf ihre neuen Halter warten, da sie das Ab­ga­be­ge­wicht von 4,5 kg noch nicht er­reicht hat.

 

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Nur noch 1 Tag

Ich bin sowas von auf­ge­regt, die Zeit will so gar nicht vorbeigehen.

Meine Ab­hol­ta­sche ist gepackt:

  • Gi­raffe
  • Ge­schirr in grün (selbst­ge­macht, wahr­schein­lich zu groß)
  • Leine in grün (selbstgemacht)
  • Ge­schirr in hell­blau (selbst­ge­macht, kleiner als das grüne)
  • Leine in hell­blau (selbst­ge­macht, muss ja zum Ge­schirr passen)
  • Hals­band in grün (selbst­ge­macht, zur Sicherheit)
  • Hals­band in hell­blau (selbst­ge­macht, man weiß ja nie)
  • Was­ser­napf für die Fahrt (es soll 34°C werden)
  • Ther­mos­fla­sche für Wasser (noch ohne Wasser, es soll ja frisch sein)
  • Hand­tuch als Decke (möchte keine seiner De­cken mit den ne­ga­tiven Er­in­ne­rungen an die Tren­nung von Mama, Schwes­tern und Karin verknüpfen)
  • Kü­chen­tü­cher
  • Le­cker­chen
  • Kot­beutel
  • Ka­meras

Kann nicht je­mand mit den Fin­gern schnipsen und es ist morgen, 14:00 Uhr?

Naja, ich habe ges­tern in der Unicum ge­lesen, dass es die Kon­zen­tra­tion und Ar­beits­leis­tung er­höht, wenn man zwi­schen­durch Wel­pen­vi­deos schaut. Haben ir­gend­welche ja­pa­ni­schen Stu­dien er­geben. Kein Witz! Und nein, ich habe die nicht be­sto­chen, das steht wirk­lich da.

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Welpentest

Ges­tern würden die Welpen auf Herz und Nieren ge­testet. Dazu ist Karin zu einer Züch­terin ge­fahren, die den Test für sie durch­ge­führt hat. Wir an­deren durften leider nicht mit, ob­wohl wir na­tür­lich un­heim­lich neu­gierig waren, wie un­sere Flusen ab­schneiden würden.

Für Darcys Wurf war der Wel­pen­test im Grunde ge­nommen gar nicht wirk­lich nötig, da die Ab­nehmer für die ein­zelnen Welpen be­reits fest­standen. Bei grö­ßeren Würfen wird je­doch erst der Wel­pen­test ab­ge­wartet, bevor die Welpen ihren neuen Hal­tern zu­ge­wiesen werden. Dieses Ver­fahren ist bei Flats gang und gäbe, die Züchter an­derer Rassen hand­haben das je­doch teil­weise an­ders. Ent­schei­dend ist, dass man hofft, durch den Wel­pen­test Per­sön­lich­keits­merk­male der Hunde zu er­fahren, so dass für jeden Wel­pen­käufer das pas­sende Fell­knäuel ge­funden werden kann. Die Mei­nungen über Wel­pen­tests, bzw. deren Zu­ver­läs­sig­keit gehen recht weit aus­ein­ander und rei­chen von „un­ver­zichtbar“ bis hin zu „Kaf­fee­satz­le­serei“. Tat­sache ist, der Test schadet den Welpen nicht und so ist es ab­solut un­pro­ble­ma­tisch, ihn durch­führen zu lassen.

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Der Wel­pen­test wird auch We­sens­ver­an­la­gungs­test ge­nannt. Vor allem, wenn Hunde für spe­zi­elle Auf­gaben ge­sucht werden, bei­spiels­weise als Be­gleit– oder As­sis­tenz­hund, soll der Test wich­tige In­for­ma­tionen über die Ver­an­la­gung / das Tem­pe­ra­ment und die durch (fälsch­li­cher­weise be­zeichnet als) Prä­gung bzw. Er­fah­rung er­wor­benen Fä­hig­keiten geben. Man er­hält über diesen Test In­for­ma­tionen dar­über, wie man (zu­künftig) un­er­wünschtes Ver­halten des Hundes durch Er­zie­hung und Kom­mu­ni­ka­tion ver­meiden kann. Wenn der Welpe im Alter von 8 Wo­chen zu seinem neuen Be­sitzer kommt kann dieser durch den Test wert­volle Hin­weise für die So­zia­li­sie­rungs­phase (8. — 12. Le­bens­woche) er­halten und den Hund so po­sitiv wie mög­lich, wie es die An­lagen des Welpen er­mög­li­chen, erziehen.

Es gibt di­verse Test­ver­fahren von un­ter­schied­li­chen Leuten, Camp­bell, de Witt, Pfaf­fen­berger, Volhard, Scott, Fuller, um nur ei­nige zu nennen. Die Tests glei­chen sich je­doch sehr, so dass es letzt­end­lich egal ist, wel­chen Test man wählt, oder ob man eine Kom­bi­na­tion aus allen durch­führt. Manche Wel­pen­tester bauen auch noch wei­tere z. T. ei­gene Tests ein.

Der Wel­pen­test wird in der Regel in einem Alter von sieben Wo­chen durch­ge­führt. Das Test­ge­lände sollte den Welpen un­be­kannt sein, sie je­doch nicht mit Reizen über­fluten, so dass sie zu stark ab­ge­lenkt sind. Ebenso wie das Test­ge­lände sollte auch der Tester den Welpen nicht be­kannt sein. Die zu tes­tenden Welpen sollten ge­sund und wach sein, nicht am selben oder am Tag davor ge­impft worden sein und nicht kurz vorher ge­fressen haben. Die Welpen werden ein­zeln in das Test­ge­lände ge­setzt und so jeder für sich al­lein getestet.

Die Vi­deos stammen üb­ri­gens nicht von mir, ich fand nur, sie passen gut in diesen Beitrag.

Er­for­schungs­ver­halten in fremder Umgebung

Die ver­schie­denen Tests sollen Aus­kunft über un­ter­schied­liche Ei­gen­schaften der Welpen geben. So ist schon das Hin­ein­setzen des Welpen in das Test­ge­lände be­reits der erste Test. Wie rea­giert der Welpe? Un­ter­sucht er das Ge­lände so­fort, ist dabei ent­spannt und si­cher? Oder un­ter­sucht er das Areal erst nach kurzem Zö­gern? Braucht er länger, bevor er sich an die Er­kun­dung macht und wirkt dabei an­ge­spannt und vor­sichtig? Oder un­ter­sucht er das Ge­biet gar nicht und zeigt deut­liche Zei­chen von Angst? Dieser erste Test gibt Aus­kunft über die Neu­gier, die Si­cher­heit oder aber eben auch die Ängst­lich­keit eines Welpen.

Men­schen­bezug / Sozialverhalten

Nun be­ginnt der Tester, sich vom Welpen zu ent­fernen und dann auf sich Auf­merksam zu ma­chen bzw. ihn zu lo­cken. Bei­spiels­weise, indem er sich hin­kniet, in die Hände klatscht und/ oder den Hund verbal lockt. Wie rea­giert der Hund auf den Tester? Kommt er gleich an­ge­laufen, we­delt dabei mit hoch­ge­stellter Rute, springt am tester hoch, leckt oder knab­bert an seinen Händen? Oder zeigt er sich bei seiner An­kunft beim Tester ver­hal­tener, indem er nur leicht an seinen Händen kratzt oder ihn gar nicht be­rührt? Kommt er zö­ger­lich mit hän­gender Rute oder kommt er gar nicht? Das Ver­halten bei diesem Test gibt Aus­kunft über den Bezug des Welpen zu Men­schen, bzw. seinem Ver­trauen zu Men­schen. Dieser Test kann auch von zwei Per­sonen durch­ge­führt werden, wobei der Welpe von einer Person zur an­deren ge­lockt wird.

Fol­ge­be­reit­schaft / Kommen

Ein wei­terer Test gibt Aus­kunft über die Fol­ge­be­reit­schaft des Hundes. Der Tester setzt den Welpen neben sich ab und ent­fernt sich dann langsam. Je nach Test­ver­fahren sind Lock­rufe er­laubt. Folgt der Welpe dem Tester freudig, springt, knab­bert und leckt er am Tester? Folgt er, ohne zu knab­bern? Folgt er, viel­leicht sogar nur zö­ger­lich, mit hän­gendem Schwanz? Folgt er gar nicht oder ent­fernt er sich sogar? Ver­kriecht er sich oder er­starrt der Welpe?

Un­ter­ord­nungs­be­reit­schaft

Um die Un­ter­ord­nungs­be­reit­schaft des Welpen zu testen, wird dieser vor­sichtig auf den Rü­cken ge­dreht und im Brust­be­reich fest­ge­halten. Ist der Welpe ruhig und wehrt sich nicht? Wehrt er sich nicht und leckt die Hände des Tes­ters? Wehrt er sich zu­nächst und be­ru­higt sich dann? Wehrt er sich so lange, bis er frei­kommt? Oder wehrt er sich heftig und beißt sogar? Oder er­starrt der Welpe und klemmt die Rute ein?

Do­mi­nanz­ak­zep­tanz / Zwangshaltung

Der Test zur Ak­zep­tanz der Do­mi­nanz ver­läuft wie folgt: Der Hund wird sit­zend oder lie­gend, wie eine Sphinx auf dem Boden po­si­tio­niert. (Er liegt dabei mit auf­rechtem Kopf, die Vorder– und Hin­ter­läufe liegen par­allel am Körper an.) Milt leichtem Druck strei­chelt der Tester den Welpen vom Kopf bis zum Rü­cken. Wie rea­giert der Welpe? Wehrt er sich, dreht sich knur­rend um und beißt? Wehrt er sich, dreht sich um, und ver­sucht den Tester zu kratzen? Wehrt er sich zu­nächst und leckt dann die Hände des Tes­ters ab? Dreht er sich auf den Rü­cken und leckt die Hände ab? Oder ent­fernt er sich?

Hoch­heben / Ver­trauen / Zwangshaltung

Mit dem Hochheben-Test wird eine Zwangs­hal­tung als Teil einer So­zia­li­sie­rung ge­testet. Dabei wird der Welpe mit beiden Hänten unter Brust und Bauch ge­halten und leicht hoch­ge­hoben. Ist der Welpe ent­spannt, leistet keinen Wi­der­stand und leckt die Hände ab? Wehrt er sich etwas und ent­spannt dann? Wehrt er sich, stram­pelt und ist an­ge­spannt? Wehrt er sich, knurrt und beißt? Er­starrt er?

Ap­por­tieren

Die Be­reit­schaft zum Ap­por­tieren wird mit einem Ball, einem Dummy, einem Spiel­zeug oder ähn­li­chem ge­testet. Dabei wird der Ge­gen­stand sichtbar weg­ge­rollt. Läuft der Welpe dem ge­gen­stand hin­terher, nimmt ihn ins Maul und trägt ihn? Läuft er hin­terher, be­schnup­pert den ge­gena­stand und nimmt ihn dann ins Maul? Rea­giert der Welpe nur zö­gernd oder gleich­gültig, nimmt er ihn dann aber nach ei­niger Zeit ins Maul oder auch nicht? Rea­giert er gar nicht? Er­starrt er?

Be­rüh­rungs­emp­find­lich­keit / Pfotendruck

Der Pfoten-Test soll die Be­rüh­rungs­emp­find­lich­keit des Welpen testen. Dabei drücktt der Tester leicht eine Pfote des Welpen zwi­schen Daumen und Zei­ge­finger, er­höht den Druck stetig und zählt dabei in­ner­lich bis 10. So­bald der Welpe ein An­zei­chen des Un­be­ha­gens er­kennen lässt, wird der Test be­endet und die Zahl notiert.

Lär­m­emp­find­lich­keit

Mit einem Ge­gen­stand, der ein lautes Ge­räusch von sich gibt kann die ak­kus­ti­sche Emp­find­lich­keit ge­messen werden. Lo­ka­li­siert der Welpe das Ge­räusch und läuft darauf zu? Belt er, nachdem er das Ge­räusch lo­ka­li­siert hat? Zeigt er neu­gier und läuft dann zö­ger­lich auf den lär­menden ge­gen­stand zu? Fürchtet er sich, oder igno­riert er das Geräusch?

Op­ti­sche Reize

Die Re­ak­tion auf op­ti­sche Reize wird er­mit­telt, indem ei­nige, dem Welpen un­be­kannte Ge­gen­stände im Test­ge­lände ver­streut werden. Rea­giert der Welpe, indem er an jedem Ge­gen­stand in­ter­es­siert ist, darauf zu­läuft und ihn un­ter­sucht? Ist er eher vor­sichtig, be­äugt die Ge­gen­stände aus der Dis­tanz und be­schäf­tigt sich nur zö­ger­lich mit ihnen? Ist er zwar am Aus­legen in­ter­es­siert, in­ter­es­siert sich aber nicht für die Ge­gen­stände an sich son­dern folgt sogar dem tester? Ist er des­in­ter­es­siert? Ver­steckt er sich beim Aus­legen der Gegenstände?

Jagd­in­stinkt

Der Jagd­in­stinkt des Welpen kann ge­testet werden, indem ein Ge­gen­stand an einer Schnur hinter sich her­ge­zogen wird. Folgt der Welpe dem Ge­gen­stand und beißt hinein? Folgt er und nimmt den Ge­gen­stand ins Maul? Folgt er und will den Ge­gen­stand un­ter­su­chen? Schaut er in­ter­es­siert aber be­wegt sich nicht auf den Ge­gen­stand zu? Geht er von dem Ge­gen­stand weg und ver­steckt sich? Igno­riert er den Gegenstand?

Kon­zen­tra­tion

Bei dem Kon­zen­tra­ti­ons­test wird dem Welpen ein Ge­gen­stand prä­sen­tiert und ge­messen, wie lannge er sich, ohne sich dabei ab­lenken zu lassen, damit be­schäf­tigt. Schaut er den Ge­gen­stand mehr als fünf Se­kunden an? Schaut er kurz und be­ginnt sich dann zu Kratzen, zu bellen oder kurz weg­zu­sehen? Schaut er nur kurz und ist dann nicht mehr interessiert?

Pro­blem­lö­sung

Beim Test zur Pro­blem­lö­sung wird der Welpe hinter eine Ab­sper­rung ge­setzt und soll den Aus­gang finden. Findet er den Aus­gang in­ner­halb von 30 Se­kunden und läuft zum Tester? Findet er den Aus­gang schnell und selbst­ständig und er­kundet dann die Um­ge­bung? Findet er den Aus­gang durch Lo­cken? Un­ter­sucht er die Ab­sper­rung und forscht langsam nach dem Aus­gang? Steigt der Welpe an der Ab­sper­rung hoch, fiept oder bellt und be­nö­tigt Hilfe? Sitzt der Welpe re­gungslos herum und lässt sich auch nicht durch Lo­cken be­wegen zu kommen bzw. zu suchen?

En­er­gie­level

Erste Aus­künfte über das En­er­gie­level des Welpen lassen sich vom Ge­samt­ver­halten des Welpen ab­leiten. Ist der Welpe ständig in Be­we­gung, hüpft er herum, we­delt er und setzt seine Pfoten ein? Trottet er eher herum, läuft und hüpft er manchmal und we­delt? Läuft er langsam und be­häbig, sitzt ruhig und bleibt meist an einer Stelle? Steht er steif da, die Rute tief­ste­hend und hat die Ohren zurückgelegt?

Egal, wie man zu dem Wel­pen­test steht, ich finde es sehr in­ter­es­sant zu sehen, ob an­dere meinen kleinen Rüden ge­nauso sehen wie ich. Und ich finde, die kleine Fluse hat sich super ge­schlagen. Und das, wo er nach der stres­sigen Fahrt der erste Test­kan­didat wahr und sich die Da­men­welt erstmal aus­ruhen durfte. Er hat bei allen Tests super ab­ge­schnitten, sich bei der Rü­cken­lage al­ler­dings leicht ge­wehrt. Das passt gut, ich mag auch nicht gerne auf dem Rü­cken liegen. :mrgreen: Dar­über­hinaus hat er sogar noch ein tolles Aus­sehen be­schei­nigt be­kommen. „Ex­zel­lenter Rüde, ele­gant. Muss zur Show. Sehr schöner Kopf.“ Ich bin so richtig stolz auf meinen Kleinen!

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Die große Freiheit

Was für ein Tag! Ges­tern fand der erste Aus­flug der kleinen, in­zwi­schen sieben Wo­chen jungen Welpen statt. Darcy war na­tür­lich mit dabei, die wu­se­ligen Mi­ni­hunde sollten sich schließ­lich si­cher fühlen. Neben den Vie­bei­nern waren auch ei­nige Zwei­beiner mit von der Partie, Karin mit zwei ihrer Enkel, Agnes war mit dabei (ihr ver­danke ich ei­nige der Vi­deo­aus­schnitte), Ja­nina, das zu­künf­tige Frau­chen der Mampf­maus nebst Freundin und Mutter. Dar­über­hinaus eine Golden-Züchterin mit zwei ihrer Hunde sowie später noch Heike, eine Hundetrainerin.

Zu­erst ging es im Auto zu einem seichten Bach. Dort durften die Flusen ihren Mut im Um­gang mit dem kühlen Nass be­weisen. Skep­tisch waren sie, aber nicht feige. Es war toll, die Welpen beim Er­kunden zu be­ob­achten. Später durfte ich meinen kleinen Rüden ab­trocknen und wieder zum Auto bringen.

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Ab­ge­trocknet und reich­lich ver­wu­schelt ging es dann zu Sta­tion zwei, wo die Welpen ihre Un­er­schro­cken­heit im Um­gang mit Schuss­waffen unter Be­weis stellen durften. Nicht, dass das hier falsch rü­ber­kommt, na­tür­lich haben nicht die Welpen ge­schossen. :mrgreen: Und alle haben sich al­ler­höchs­tens ganz kurz leicht er­schro­cken und dann völlig un­be­ein­druckt, mit ihrer vor­her­ge­henden Tä­tig­keit wei­ter­ge­macht. Tap­fere kleine Fellknäuel!

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Wieder im ver­trauten Wel­pen­aus­lauf fielen dann alle be­tei­ligten Mini-Vierbeiner un­mit­telbar in einen tiefen Schlaf. Bis auf mein kleiner Rüde machten sie sich nicht einmal die Mühe, einen Schlaf­platz auf­zu­su­chen. Sie legten sich ein­fach auf den Boden und träumten Hundeträume.

 

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Germany’s Next Dogmodel

WelpeAm Samstag war ich auf der ersten Hun­de­aus­stel­lung meines Le­bens. Von kurz nach neun bis um 12:30 Uhr habe ich mir am Aus­stel­lungs­ring der Flat Coated Re­triever die Füße platt ge­standen. Kathi, die mit mir bei der Aus­stel­lung war, hat sich in­zwi­schen noch an­der­weitig um­ge­sehen, doch ich habe, bis auf ein paar Mi­nuten meine Augen nicht von dan Flats ab­ge­wendet. Es ist mir ja fast ein biss­chen pein­lich, aber bis­lang habe ich nur Flat-Hündinnen ken­nen­ge­lernt und keine Rüden.

Welpe2Ein fünf Mo­nate alter Welpe, der mit Frau­chen und Herr­chen die Aus­stel­lung be­suchte, hatte es mir be­son­ders an­getan. Bei dem Ver­such ihn zu fo­to­gra­fieren sind ge­fühlte 2000 un­scharfe Bilder ent­standen, aber hin und wieder ge­lang mir doch ein Schnapp­schuss. Der Welpe hat je­den­falls meine Vor­freude noch um ein Viel­fa­ches gesteigert.

Nach der Prä­mie­rung des besten Rüden haben Kathi und ich mich dann auf den Weg durch die rest­li­chen Hallen ge­macht und trotz des Em­bargos ein­ge­kauft. Nun nenne ich zwei De­cken und ein über­teu­ertes Stoff­tier mein Eigen. Eine der beiden De­cken ist für einen aus­ge­wach­senen Flat viel zu klein, aber Kathi hat mich zu dem Kauf quasi ge­nö­tigt, und für den Welpen ist diese flau­schige Decke si­cher toll!

Die Aus­stel­lung war je­den­falls die Reise wert, aber ob sowas für mich in Frage kommt, das wird sich erst noch zeigen. In­ter­es­sant war es auf jeden Fall.

Comic

[Edit 03.06.2013:] Ist sie das? Siehe unter Mai 2013 das 4. Bild…

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Fortpflanzung von Hunden

Eine wei­tere Hündin ist läufig, Caya. Shiva wurde sogar schon ge­deckt und zwar am 17.03. Langsam aber si­cher scheinen die Flats den langen Winter zu über­winden und sich der Er­hal­tung ihrer Art zu widmen.
Aber wie ist das über­haupt mit der Fort­pflan­zung von Hunden?
Im Schnitt zwei mal im Jahr werden die Hün­dinnen läufig, wobei das ge­häuft im Früh­ling und im Herbst pas­siert. Als Läu­fig­keit oder Hitze wird ent­weder die ge­samte Phase be­zeichnet, in der die Hündin einen Aus­fluss hat, oder enger ge­steckt die frucht­baren Tage rund um den Ei­sprung (Stand­hitze). Hunde er­leben ihre erste Läu­fig­keit ge­wöhn­lich zwi­schen dem 6. Le­bens­monat und dem zweiten Le­bens­jahr. Mit der ersten Hitze tritt die Hündin in die Ge­schlechts­reife ein. Etwa zur glei­chen Zeit wie die Hün­dinnen einer Rasse werden auch die Rüden dieser Rasse ge­schlechts­reif. Klei­nere Hunde werden üb­ri­gens im Schnitt früher und häu­figer läufig (bis zu vier mal im Jahr) als grö­ßere, von denen ei­nige Rassen sogar nur einmal im Jahr läufig werden.
Wäh­rend der Läu­fig­keit ver­än­dert sich die Farbe des Aus­flusses, vor dem Ei­sprung (Vor­brunst bzw. Pro­ös­trus), die zwi­schen vier und 21 Tagen dauern kann, ist er blutig und damit dun­kelrot. Die Hündin riecht für Rüden be­reits durchaus ver­lo­ckend, ist aber noch nicht zur De­ckung be­reit.
Rund um den Ei­sprung (Brunst bzw. Ös­trus, zwei bis 12 Tage), in der deck­be­reiten Phase, wird der Aus­fluss heller, die Zahl der roten Blut­kör­per­chen im Aus­fluss nimmt ab und er be­kommt eine Farbe, die der von Fleisch­wasser äh­nelt. Wer ganz si­cher gehen will, ob seine Hündin wirk­lich deck­be­reit ist, lässt beim Tier­arzt den Pro­ges­te­ron­spiegel be­stimmen, dieser nimmt in dieser Zeit stark zu, wäh­rend der Es­tra­diol­spiegel ab­nimmt.
Nach der deck­be­reiten Phase (Nach­brunst bzw. Me­t­ös­trus, 9 bis 12 Wo­chen) wird der Aus­fluss dann gelb­lich.
Die letzte Phase, ohne Aus­fluss und ohne se­xu­elle Ak­ti­vität (Anös­trus), dauert dann zwi­schen zwei und sechs Mo­naten.
Die Re­gel­mä­ßig­keit der Läu­fig­keit kann von äu­ßeren und in­neren Ein­flüssen be­stimmt werden, so kann ein langer Winter für eine Ver­zö­ge­rung ebenso ver­ant­wort­lich sein, wie Stress, Über– oder Un­ter­ge­wicht oder Krank­heit der Hündin.
Ge­rade für Züchter kann es na­tür­lich in­ter­es­sant sein zu er­kennen, ob mit einer bal­digen Läu­fig­keit zu rechnen ist. Etwa drei bis vier Wo­chen vor der Läu­fig­keit setzt häufig der Fell­wechsel ein, kurz vor der Hitze kommt es oft zu ver­mehrtem Was­ser­lassen, die Hündin wird unter Um­ständen an­häng­li­cher und leckt sich häu­figer die Vulva (Scheide).
Der ei­gent­liche Deckakt dauert ca. 30 Mi­nuten, um si­cher­zu­gehen lassen Züchter ihre Hün­dinnen in der deck­be­reiten Phase von dem Wel­pen­vater in spe häu­figer de­cken.
Lehnt die Hündin den Rüden ab kann dies mehre Ur­sa­chen haben. Ab­ge­sehen von feh­lender Sym­pa­thie strebt die Hündin da­nach, einen pas­senden Vater für ihren Nach­wuchs zu be­kommen. Da In­zucht in der Regel zu einer Po­ten­zie­rung von Erb­krank­heiten führt, schließ­lich ist die Häu­fig­keit ein und der­selben Er­kran­kung unter ver­wandten Hunden um ein Viel­fa­ches größer als bei nicht ver­wandten, kann eine nahe Ver­wandt­schaft zwi­schen Rüde und Hündin ein Ab­leh­nungs­grund sein. Auch im selben Haus­halt le­bende Tiere können unter Um­ständen den Deckakt ver­meiden. Krank­heiten bei Rüde und Hündin können das Statt­finden der Paa­rung ver­hin­dern, da schließ­lich ge­sunder Nach­wuchs ent­stehen soll.
Hat der Deckakt trotz aller Wid­rig­keiten tat­säch­lich ge­klappt, schließt sich daran die Schwan­ger­schaft der Hündin an. Diese dauert für im Schnitt 63 Tage. Etwa ab der dritten Schwan­ger­schafts­woche kann per Ul­tra­schall diese fest­ge­stellt werden, für die war­tenden Wel­pen­käufer eine schier un­end­lich lange Zeit. ;)
Nach guten 8 Wo­chen wirft die Hündin etwa zwi­schen 2 bis 8 idea­ler­weise ge­sunde Welpen. Auch Würfe mit mehr Welpen kommen vor, wobei eine hö­here An­zahl wegen der An­zahl der Zitzen (ca. 8 bis 12, auch eine un­ge­rade An­zahl ist mög­lich, wobei nicht alle Zitzen funk­tional sind) pro­ble­ma­tisch sein kann.
Be­reits vor der Ge­burt be­ginnt bei der Hündin die Milch­pro­duk­tion, so dass es prin­zi­piell mög­lich ist, dass eine Hündin ihre Welpen auch nach einem Kai­ser­schnitt säugt. Oft ist es aber so, dass durch das Ver­passen des Ge­burts­vor­gangs die Hündin keine Mut­ter­ge­fühle ent­wi­ckelt und eine Amme in An­spruch ge­nommen werden muss, um die Ver­sor­gung der Welpen zu ge­währ­leisten.
Mit drei bis vier Wo­chen ent­wi­ckeln die Welpen In­ter­esse für das Futter der Mutter, zu dieser Zeit kann damit be­gonnen werden, Wel­pen­futter zu­zu­füt­tern. In der 6. bis 8. Woche sind die Welpen end­gültig ab­ge­stillt, so dass sie ab der 8. Woche in ihr neues Zu­hause ein­ziehen können.

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Weitere Kandidaten

Zwei be­reits läu­fige Hün­dinnen, Moon und Shiva, be­finden sich in­zwi­schen auf meiner Liste po­ten­zi­eller Hun­de­mamas. Beide sind je­doch weiter weg, etwa vier Au­to­stunden ent­fernt. Vom Ab­ga­be­termin her wären, wenn das De­cken bald statt­findet und er­folg­reich ist, beide ideal, denn mein Job er­laubt es mir den Welpen frü­hes­tens am 06. Juli ab­zu­holen. Wenn der Deck­termin in der nächsten Woche ist wäre der Ab­ga­be­termin ca. in der Woche vom 15. Juli. Beide Te­le­fo­nate mit den Züch­te­rinnen waren echt ok, das mit Moons Frau­chen war sogar richtig nett. Durch ihre of­fene und herz­liche Art hat sie es mir sehr leicht ge­macht. Trotz allem hoffe je­doch immer noch auf Cuddy und Darcy. Bie Cuddys Frau­chen scheint es so zu sein, dass die Chemie stimmt, bei Hund und Frau­chen. (Und das, ob­wohl ich „Na?“ ge­sagt habe. :mrgreen: ) Darcy ist eine ganz zau­ber­hafte Hündin und auch die Züch­terin ist wirk­lich sehr nett, bei ihr kann ich aber leider nicht ein­schätzen, ob das auf Ge­gen­sei­tig­keit beruht.

Also Mä­dels, be­eilt euch!

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Die erste Absage

Ges­tern habe ich mir meine erste Züchter-Absage ein­ge­heimst. Also die Züch­terin hat es nicht di­rekt aus­ge­spro­chen, aber die Si­tua­tion war ein­deutig. Ins­ge­samt war das Ge­spräch sehr schwierig, eher wie ein Verhör, nicht wie eine Un­ter­hal­tung. Mir ist klar, dass die Züchter viel wissen möchten und das finde ich auch gut, aber meine bis­he­rigen Ge­spräche waren immer sehr freund­lich und haben sich gut an­ge­fühlt. Das Ge­spräch ges­tern über­haupt nicht, ich habe sehr viele Fragen be­ant­wortet (Wohnort, Haus oder Woh­nung, Miete oder Ei­gen­heim, Stock­werk, wie der Hund die Treppen runter– und rauf­kommt, mehr­fache Nach­frage, ob ich wirk­lich kräftig genug bin, ihn zu tragen, Bo­den­belag, was tun, wenn der noch nicht stu­ben­reine Hund einen „Un­fall“ hat, Strecke von der Woh­nung bis zur Grün­fläche, bis zum Park, bis zum Wald, meine Ar­beits­zeiten, die Ar­beits­zeiten meines Freundes, wohin mit dem Hund im Ur­laub, uvm.) und ich fühlte mich bei wirk­lich jeder Ant­wort so, als wäre sie falsch ge­wesen. Die ent­schei­dende Frage aber, die letzt­end­lich zum Ge­fühl der end­gül­tigen Ab­leh­nung führte, war die Frage da­nach, was ich mit dem Hund als Be­schäf­ti­gung ma­chen wolle. Ich er­zählte, dass ich noch nicht end­gültig fest­ge­legt sei, dass das Dum­my­trai­ning eine Mög­lich­keit wäre, dass ich aber auch für an­dere Dinge offen wäre, je nach In­ter­esse des Hundes und dass ich über­lege, bei ent­spre­chender Ver­an­la­gung des Hundes, ihm ein paar Dinge aus der As­sis­tenz­hun­de­aus­bil­dung bei­zu­bringen. Für welche an­deren Dinge ich noch offen sei, frage sie, „Obedience bei­spiels­weise“, ant­wor­tete ich. Es folgte Schweigen. Ich er­zählte, dass mir am Obedience ge­fällt, dass es dabei um die Har­monie und das Ver­trauen zwi­schen Hund und Halter geht, dass es nur funk­tio­niert, wenn der Hund Spass daran hat. Das glaubte sie mir nicht. Es schien fast so, als sei Obedience der in­be­griff der „Un­ter­wer­fung um jeden Preis“. Und die As­sis­tenz­hun­de­sache fand sie auch un­mög­lich. Ich sagte, dass mir wichtig wäre, etwas zu tun, was dem Hund und mir Freude be­reitet. Doch es war zu spät. Ihre Hunde wären für das Dum­my­trai­ning ge­züchtet, die Hunde hätten aus­schließ­lich daran Freude und ich schien ihr dem Hund meinen Willen und meine In­ter­essen auf­zwingen zu wollen. Es war furchtbar. Sie schwieg wieder und ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Dann be­en­dete ich das Gespräch.

Ja, ich bin ein emo­tio­naler Mensch, ich habe dieses Ge­spräch nicht ein­fach weg­ste­cken können. Ich habe mir lange über­legt, ob ich über­haupt zur Hun­de­hal­tung fähig sei, ob es ein Flat gut bei mir hätte. Würde ich ihm meinen Willen auf­zwingen, nur weil ich mir ein paar Mög­lich­keiten of­fen­halte und nicht jetzt und so­fort ent­scheide, eine be­stimmte Sache zu ma­chen? Na­tür­lich weiß ich, dass die meisten Re­triever (wie der Name es ja auch sagt) das Dum­my­trai­ning lieben. Und wenn mein Hund in spe das auch liebt, dann werde ich ihm das si­cher nicht vor­ent­halten. Aber ich finde es auch nicht schlimm, manche Dinge aus­zu­pro­bieren und zu sehen, was ihm noch Spaß macht. Dieses Ge­spräch je­den­falls hat mich sehr mitgenommen.

Was für ein Glück, dass sich heute eine an­dere Züch­terin ge­meldet hat, die sehr nett und auf­ge­schlossen wirkte. Es war ein schönes Ge­spräch und es ging mir viel besser da­nach. Ei­gent­lich waren alle Züch­ter­ge­spräche bisher po­sitiv. Bis auf das eine ges­tern. Doch ver­dauen muss ich das trotzdem noch.

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